Auch im Umgang mit den Bürgern setzt Bergel auf den direkten Kontakt: "Ich schaue mir jedes Problem direkt vor Ort an", erzählt er, und: "Da fallen manche Bürger aus allen Wolken." Ob er das wirklich sechs Jahre so durchhalten könne, wisse er nicht, aber bis jetzt gelte: "Ich beteilige jeden gerne, ich halte kein Wissen zurück."

Für die Ehrenamtlichkeit

Bergel freut sich, dass er sich im Gegensatz zu seinen Amtskollegen aus Aura und Ramsthal voll auf sein Amt konzentrieren kann. Die Entscheidung, wieder von der Haupt- zur Ehrenamtlichkeit zu wechseln, findet er richtig. Schließlich habe Euerdorf nur noch knapp 1500 Einwohner. Trotzdem habe die Marktgemeinde viel zu bieten: "Wir haben alles, was man sich nur vorstellen kann: vom Bäcker über Ärzte und Apotheke bis zu einem international agierenden Unternehmen." Bergel sieht es als Verpflichtung: "Ich tue alles dafür, dass das auch so bleibt", sagt er, und weiter: "Ich bin stolz, Bürgermeister von Euerdorf zu sein."

Gegen zu viel Flächenfraß

Und was steht nun in dem großen Buch? "Ich habe schon viel abgearbeitet", berichtet Bergel. Beim Gewerbegebiet "Auraer Straße" habe er nachverhandelt, dass die Gemeinde eine Gewerbefläche zu einem guten Preis bekomme. Für das geplante Baugebiet "Neuländer Weg" möchte er neue Wege gehen. "Ich möchte viel Grün", sagt er, außerdem sollten keine 43, sondern vorerst nur 30 Bauplätze erschlossen werden, denn: "Ich bin gegen diesen Flächenfraß." Das Thema werde demnächst im Gemeinderat behandelt.