Mit Abschluss des Lehrgangs gibt es im Landkreis Bad Kissingen fast 80 Ausbilder, welche die Ausbildung für den Feuerwehrführerschein durchführen können. Dies berichtete der zuständige Fachausbilder, Kreisbrandmeister Christian Neugebauer zu Beginn der Schulung im Feuerwehrhaus von Frankenbrunn.

13 Feuerwehrkameraden aus den Ortschaften Elfershausen, Frankenbrunn, Oberthulba, Reith, Volkers, Völkersleier und Waizenbach wurden zu Beginn vom Organisator Kreisbrandmeister Torsten Büchner begrüßt.

Seit 1999 dürfen aufgrund des EU-Rechtes mit dem Führerschein der Klasse B nur noch Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5t gefahren werden. Dies bedeutete für die Freiwilligen Feuerwehren, welche mit Fahrzeugen bis 7,49t ausgestattet sind, dass alle Führerscheinneulinge diese Einsatzfahrzeuge nicht mehr fahren dürfen. Dank des Landesfeuerwehrverbandes Bayern ist es seit 2011 möglich, den sogenannten großen Feuerwehrführerschein nun innerhalb der Feuerwehren auszubilden und abnehmen zu können. Somit konnte die Möglichkeit geschaffen werden, die Feuerwehren mit ausreichend Fahrerinnen und Fahrern für Fahrzeuge bis zu 7,49t auszubilden, ohne enorme Kosten für die Kommunen zu verursachen.

KBM Christian Neugebauer ist im Landkreis Bad Kissingen von Anfang an für die Ausbildung der Ausbilder und für die Abnahme der Fahrprüfung verantwortlich. Als ehemaliger Fahrlehrer ist es für ihn eine Selbstverständlichkeit, dies für den kompletten Landkreis zu machen, da die Einsatzbereitschaft aller Wehren für die Bevölkerung enorm wichtig ist.

Wissen praxisnah vermittelt

Den Teilnehmern wurden die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen für die Ausbildung der jungen Kameraden, die zukünftig die Einsatzfahrzeuge beherrschen sollen, nähergebracht. Untermauert von den langjährigen Erfahrungen des Fachausbilders Neugebauer, sowie den praktischen Erfahrungen von KBM Büchner, der seit längerem bereits als Ausbilder für den Feuerwehrführerschein fungiert, konnten die notwendigen Bausteine praxisnah vermittelt werden. Somit ist ein weiteres Puzzlestück gelegt worden, damit die freiwilligen Feuerwehren auch die notwendigen Fahrzeuglenkerinnen und -lenker besitzen.