Die Natur zeigt sich von Corona unbeeindruckt. Es grünt und blüht überall - der Frühling nimmt volle Fahrt auf. Die Knospen der Bäume öffnen sich zaghaft, und in Kürze werden die noch kahlen Bäume im satten Grün stehen.

Emsiges Treiben

An der fränkische Saale herrscht seit einigen Tagen emsiges Treiben. Die Tierwelt am Fluss bereitet schon alles für den Nachwuchs vor. Die Enten sind auf der Suche nach sicheren Nistplätzen, vom Wasser geschützt und unerreichbar für kleine Räuber wie Wiesel, Füchse, Marder oder Uhus. Die Stockente ist eine sehr ruffreudige Ente und wer am Fluss wohnt, wird öfters von den Rufen der balzenden Männchen und Weibchen um den Schlaf gebracht. Der Eisvogel baut am Ufer schon seine ca. 60 Zentimeter lange Nisthöhle. Nur jetzt in der Paarungszeit finden sich die Einzelgänger zusammen und jagen einander laut rufend in atemberaubenden Kunstflügen. Unbeweglich sitzt das fliegende Juwel mit seinen kontrastreichen Farben auf einem Ast, um sich plötzlich pfeilgerade zum Beutefang ins Wasser zu stürzen.

Die putzige und emsige Bisamratte gehört zu den Wühlmäusen, deren größter lebender Vertreter sie ist und kämpft sich sichtlich durch die noch stark strömende Saale. Als geschickte Schwimmer und Taucher mit langen kräftigen Beinen, wasserdichten verschließbare Ohren, Schwimmborsten an den Zehen und einen langen Schwanz als Steuer, ist der Pflanzenfresser bestens für sein Leben im Wasser ausgestattet. Mit den Vorderpfoten und seinen Nagezähnen gräbt er seine Bisamburg. Beginnend unterhalb des Wasserspiegels, führt eine ca. zwei Meter lange Röhre in den Kessel, wo die Jungen geboren werden. Unermüdlich schafft der putzige Nager Äste und Gras in den Bau, um es dem Nachwuchs bequeme zu machen.