Knapp sechs Jahre nahm der in Indien geborene Ordensmann der Missionare vom Hl. Thomas sein Aufgabe im Saaletal wahr. Und mit seinem Wirken erreichte er offensichtlich die Herzen der Menschen. Die guten Wünsche, die er vor der Kirche entgegennahm, schienen nicht enden zu wollen, und sogar manche Träne war zu sehen.

Messgewand und Gedenkkerze

Der Abschieds-Parcours vor dem Gotteshaus hinderte den Scheidenden sogar am Gang in den Pfarrsaal, in dem die Gäste warteten. Schon in der feierlichen Messe war erkennbar, welche Wertschätzung Pater Josef genießt. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche konzelebrierten die Pfarrer Anton Brimer, Jaroslaw Woch, Sigmund Simon sowie die Diakone Franz Hey und Klaus Eckert.
Der Gesangverein Elfershausen, die Singgruppe "Just for fun" sowie ein Ensemble aus den Musikvereinen Langendorf und Machtilshausen übernahmen die musikalische Umrahmung. Mit Fahnenabordnungen zeigten die Vereine Präsenz.
Pfarrgemeinderatsvorsitzender Alois Knüttel überbrachte den Dank der acht Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft Saalekreuz. "Du hast hier nicht nur viele Freunde gewonnen, sondern inzwischen auch gute Deutschkenntnisse erworben", stellte er mit der Übergabe eines Messgewands und einer Gedenkkerze fest.

Dank der Bürgermeister

"Die freundliche Art, gute Gespräche und die Aufgeschlossenheit" Maliekels wertete Bürgermeister Karlheinz Kickuth als Quelle der Sympathien und des entgegengebrachten Vertrauens. "Auch die politische Gemeinde konnte stets auf die Unterstützung unseres Seelsorgers zählen", fügte er mit dem Dank des Gemeinderats und einem Geschenk hinzu.
Fuchsstadt, das Pater Josef während der Priestervakanz mit betreute, habe "eine Spanne Zeit erlebt, die mit vielen angenehmen Erinnerungen verbunden ist", betonte Bürgermeister Peter Hart. "Du hast nicht unter uns, sondern mit uns gelebt und wirst immer ein gern gesehener Gast in der Pfarreien-Gemeinschaft sein", dankte er und übergab ein Präsent.
"Hier war einer schöner Lebensabschnitt, und der Abschied von geliebten Menschen fällt mir schwer", gestand Pater Josef in seinem Dankeswort und betonte: "Es tut weh, denn meine Wurzeln haben sich hier tief und breit entwickelt, aber wir müssen weitergehen. Ihr habt mich als einen der euren aufgenommen und ich habe mich hier daheim gefühlt. Dafür sage ich ein herzliches Vergelt´s Gott."

"Viele schöne Erinnerungen"

Seine Dankesworte galten auch den ehren- und hauptamtlichen Mitbrüdern und -schwestern und unterstützenden Kräften sowie den Geistlichen, den politisch Verantwortlichen und den Ministranten. "Wenn ich gehe, nehme ich viele schöne Erinnerungen und gute Erfahrungen mit, denn ihr habt mich als Mensch und für mein Priestertum geprägt. Ich hoffe, viele von euch besuchen mich einmal in meiner neuen Gemeinde", bat er abschließend.
Die Gäste beim Stehempfang mussten sich in Geduld üben, und die Musiker spielten zunächst ohne die Hauptperson. Doch dann traf Pater Josef auch hier ein und erhielt im Pfarrsaal noch viele gute Wünsche.