Ihr 160. Gründungsjubiläum hat die Kolpingsfamilie Hammelburg gefeiert. In dem Bannerzug zum Festgottesdienst in der katholischen Stadtpfarrkirche wurde neben den zahlreichen Kolping-Bannern auch die Kolpingstandarte aus dem Gründungsjahr 1859 mit dem Segensspruch "Gott segne das ehrbare Handwerk" und dem Bild des heiligen Josefs, des Schutzpatrones der Handwerker, mitgeführt. In seiner Predigt erklärte Präses Thomas Eschenbacher mit Blick auf die Kolpingstatue, die neben dem Ambo aufgestellt war, dass Adolf Kolping ein Mann der Tat gewesen sei, der sicherlich nicht auf den Sockel gestellt werden wollte, sondern vielmehr auf tatkräftige und begeisterte Mitchristen Wert lege, die in seine Fußstapfen treten und Verantwortung in Beruf, Familie Kirche und Gesellschaft übernehmen.

Im Anschluss an den Gottesdienst gratulierte die Vorsitzende des Diözesan-Verbandes, Dorothea Schömig, der Kolpingsfamilie zum 160. Geburtstag und lobte den verjüngten Vorstand unter Markus Schneider für seine Bereitschaft, sich für die Zukunft des Kolpingwerkes in Hammelburg einzusetzen.

Nach dem Gottesdienst trafen sich Mitglieder und Festgäste im Pfarrhof zum Austausch.

Hintergrund

Acht Jahre nach der Gründung des ersten Gesellenvereines in Köln gründeten Handwerker, unterstützt vom damaligen Stadtpfarrer Georg Michael Rappert, am 29. Juni 1859 einen Gesellenverein in Hammelburg. Ein kostbares Kleinod aus dem Gründungsjahr der Kolpingfamilie ist die Standarte mit dem Bildnis des Schutzpatrons des Kolpingwerkes, des heiligen Josef, auf der anderen Seite das Datum der Gründung.