Kindern liest man häufig vor, warum nicht auch mal den Erwachsenen? Schließlich sind Hörspiele der große Trend. Das haben auch die 15 Gymnasiasten des Projekt-Seminars Deutsch erkannt, die gegen Schulleitung und fünf Stadträte gewettet haben. Deshalb haben sie als ihre letzte Aktion "Hammelburg liest" initiiert.

Einen Samstagabend lang werden Promis und andere Persönlichkeiten an verschiedenen Orten in Hammelburg ihre Lieblingsgeschichten vorlesen. Eingestimmt werden die Gäste ab 17 Uhr im Rathausdurchgang bzw. auf dem Marktplatz von der Bigband des Frobenius-Gymnasiums. Um 17.30 Uhr wird Elfriede Böck einen kleinen Sagen-Spaziergang mit den Gästen unternehmen, während eine Oma mit ihrer Enkelin ihre Geschichte im Bunten Buchladen zum Besten gibt.

Bürgermeister Ernst Stross bekommt sogar die Haare geschnitten, während er ab 18.15 Uhr in der Haargalerie am Viehmarkt seine Geschichte vorliest.
Zeitgleich präsentiert ein Polizeibeamter in der ehemaligen Gefängniszelle im neuen Pfarrzentrum sein Lieblingsbuch und auch Stadtpfarrer Christian Müssig wird für den guten Zweck vorlesen. Bibliothekarin Karin Wengerter liest ab 19 Uhr in der Stadtbibliothek und Lehrer Michael Hügel im Rathausremter. Auch die Weinprinzessin unterstützt die Aktion um 20 Uhr mit einer Geschichte im Mönchsturm, während Markus Daum im Irish-Pub vorliest.


Kassensturz ist am 11. November


Die Eintrittskarte gilt für alle Vorlesungen, man kann aber natürlich auch nur ein oder zwei besuchen. Für die Bewirtung sorgen die Schüler an den Standorten, die Theatergruppe spectaculum und Konrad Albert mit seiner Gitarre kümmern sich um die Unterhaltung. "Der Reiz liegt in der Vielfalt", sagt Maximillian Ebert. Der Zwölftklässler wird moderieren.

Kassensturz ist bei der Feier zum 40-jährigen Bestehen der Stadtbibliothek am 11. November. Die 15 Gymnasiasten sind guter Dinge, dass sie das Wettziel erreichen. Eingelöst wird die Wettschuld dann am Adventsmarkt. "Schulleiter und Stadträte überlegen sich etwas Besonderes", verrät Ebert. Wofür die Stadtbibliohek das Geld verwendet, wissen die Schüler nicht. Das überlassen sie der Leiterin. Ziel ist es jedoch, die Bücherei zu modernisierten, vielleicht mit E-Books?