Bold sagte, gerade in Unterfranken sei unglaublich viel gelaufen. Es gebe aber "grenzwertige" Bereiche, an deren Internet-Versorgung sich die Kommunen beteiligen müssten, und auch "völlig unwirtschaftliche" Zonen im ländlichen Raum.

Gisela Götz (Regierung von Unterfranken) sagte es so: Der Grundstock sei gelegt, jetzt dürfe man den Anschluss nicht verlieren. Bis Ende 2011 seien 209 von 306 Kommunen mit 17,7 Millionen Euro gefördert worden. Insgesamt wurden mehr als 37 Millionen Euro investiert. Gisela Götz: "Das kann nur der Beginn sein, nicht die Endausbaustufe." In 158 Kommunen wurden die Kabelnetze ausgebaut, gefunden wurden 44 Hybrid und sieben reine Funklösungen.

Für 2012 plane Bayern ein weiteres Förderprogramm, das aber noch nicht Realität sei. Für strukturschwache und Konversionskommunen gebe es zwischen 40 bis 80 Prozent Förderung. Fast alle Orte im Landkreis hätten hier Chancen. Allerdings sei das Verfahren recht kompliziert. Das könnte daran liegen, dass die EU involviert ist. Gerade am Anfang, so Gisela Götz, seien extrem lange Wartezeiten nicht auszuschließen.

Es sind noch Mittel da


Bold sagte, das Programm gehe "stark" auf den Landtagsabgeordneten Robert Kiesel (CSU) zurück. Es sei zunächst für strukturschwache Kreise geplant gewesen. Im Nachtragshaushalt seien 120 Millionen Euro dazu eingestellt. Der Landrat forderte, der Ausbau der Breitbandversorgung müsse kontinuierlich weiter gehen.

Förder-Expertin Gisela Götz scheint derzeit ein ungewöhnliches "Problem" zu haben: Gerade im Bereich Regionalförderung sei "noch viel Geld da". Sie bat die Bürgermeister, Unternehmer, die investieren wollten, darauf hinzuweisen. Die Untergrenzen würde gerade für den Tourismusbereich nicht gelten. Interessenten sollten sich mit der Regierung von Unterfranken in Verbindung setzen und sich beraten lassen (Telefon: 0931/ 380 00, E-Mail: poststelle@reg-ufr.bayern.de).