Mit Blick auf das Jahr 2012 und die Zukunft der Stadt konkretisierte er zugleich die Hitliste einiger Projekte, von denen er sicher ist, dass sie - zumindest teilweise - Meilensteine in der Stadtentwicklung sein werden. Für Blankenburg war 2011 ein Jahr, in dem der Samen gesät wurde für Vieles, was die Stadt in den nächsten Jahren ernten werde. Die ersten Boten dieser Saat werden die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt bereits heuer zu sehen bekommen.
Der Oberbürgermeister nannte als erstes Beispiel unter den großen Projekten das Fünf-Sterne-Hotel Fürstenhof, mit dessen Neu- beziehungsweise Umbau heuer begonnen werden soll. Glücklich über Vertreter der Investoren im Publikum, nannte Blankenburg das Fürstenhof-Projekt "einen Meilenstein in der Hotelentwicklung an unserem Standort und ein grandioses Ausrufungszeichen für die Attraktivität Bad Kissingens als Tou rismusstandort."
Und nicht nur dieses Hotel soll Bad Kissingen voranbringen, sondern auch das - momentan leerstehende - Steigenberger. In der Entscheidung, den Hotelentwickler Feuring mit der Realisierung des neuen Kurhaushotels zu betrauen, lägen große Chancen. "Mit einem bahnbrechenden Konzept und einem erstklassigen Betreiber können hier für die Zukunft Bad Kissingens wichtige Alleinstellungsmerkmale geschaffen und gesichert werden." Blankenburg gab sich optimistisch, schon zum Jahresende 2012 über konkrete Planungen und Betreiber sprechen zu können.
Nicht minder bedeutsam nennt Blankenburg die Zusage des Freistaats Bayern, geknüpft an den Staatsbadvertrag, den Komplex des Luitpoldbades zu sanieren. Dafür sollen laut OB "weit mehr als 20 Millionen Euro ausgegeben werden." Diese Zusage werde dazu führen, dass noch in diesem Jahr die wesentlichen Planungen zum Umbau des Luitpoldbades vorangetrieben werden. Und damit werde "eine der am längsten andauernden und schmerzvollsten Wunden in unserem historisch-architektonischen Herzen geschlossen."
Meilenstein-Charakter habe auch das Projekt "neue Altstadt." Über einen Wettbewerb habe die Stadt bereits wichtige Fingerzeige für die Neugestaltung bekommen, die noch heuer in eine Gesamtplanung einfließen und damit "die größte Umgestaltung unserer Innenstadt seit vielen Jahrzehnten weiter voranbringen", so Blankenburg.
In diesem Zusammenhang legte der OB einmal mehr ein klares Bekenntnis zum Kurgebiet ab. Seit vielen Jahren würde über den Bebauungsplan Sondergebiet Kur, die Kurgebietssatzung, diskutiert. "Jetzt packen wir die Veränderungen erstmals tatsächlich an", versicherte Kay Blankenburg. "Ich stehe dazu: Wir brauchen ein Kurgebiet, aber eines, das den modernen und zeitgemäßen Anforderungen und Entwicklungen Rechnung trägt."
Ohne alle Gäste des Neujahrsempfangs der Stadt einzeln zu begrüßen - der Tattersall war gut besetzt an diesem Abend (siehe auch Seite 3) - würdigte das Stadtoberhaupt dennoch exemplarisch die Investitionen der Heiligenfeld- und auch der Hescuro-Klinik. Nicht zuletzt darin erblickt er "eine ungewöhnliche Kraft und Dynamik, die Hoffnung gibt und Erfolge sichtbar werden lässt." Investoren bauten offenbar auf die Attraktivität der Kurstadt, und: "Darauf können auch wir selbst bauen." Und natürlich vergaß er auch nicht zu erwähnen, dass Bad Kissingen ein ausgezeichneter Schul- und Bildungsstandort sei, den sich Stadt wie auch Freistaat viel Geld haben kosten lassen im Blick auf die Zukunft.