Seit Langem gelten die historischen Botenlauben-Festspiele als eines der stimmungsvollsten mittelalterlichen Feste in Franken. Die spannende Lebensgeschichte des Minnesängers, Kreuzfahrers und Klostergründers Otto von Botenlauben wird am dritten September-Wochenende am Originalschauplatz erlebbar gemacht - mit 300 Mitwirkenden in historischen Gewändern, einem Zünftemarkt, orientalischem Basar, Gauklern, Minnesängern, Falknern, Bauernvolk und allerlei Vagantenpack.

Botenlauben ist auch abenteuerliche Kulisse für das Kinderspektaculum mit den Spielstationen Ritterturnier, Kindergaudium und Ritterschlag.


Spannende Ritterkämpfe

Nicht zuletzt wird mit "fürtrefflich Speyss und Trank" die Glanzzeit des Mittelalters in Sachen Kulinarik lebendig, werden die Mauern zur Kulisse für ein großes Mitmachtheater für Jung und Alt, wird die hohe Zinne zum atemberaubenden Nachtmysterium, und ganz zuletzt "brennt die Burg", sie erstrahlt im Lichter- und Feuerglanz.
Die Botenlauben-Festspiele sind tatsächlich historische Stadtgeschichte, das ist Mittelalter zum Anfassen und für die Kleinen ein abenteuerliches Erlebnis, veranstaltet vom Heimatverein Botenlauben aus dem Stadtteil Reiterswiesen. Die Vielfalt der Veranstaltungen zeigt alle Facetten des Mittelalters. Spannende Ritterkämpfe auf der Turnierwiese stehen gleichberechtigt neben dem Erzähltheater "Ein Schleier auf blühende Rosen sich barg". Das Stück thematisiert die Sage der Klostergründung von Frauenroth im intimen Rahmen des Rüsthofes im alten Turm und den Liedern des Otto von Botenlauben - interpretiert von Hauptdarsteller Knud Seckel, dem mehrmaligen Minnesänger des Jahres.


Der Minnesängerwettstreit

Die Naturbühne ist Schauplatz des Freilichtspiels "Der Vogt von Botenlauben", bei dem das "Ritanswiser Burgtheater" den Aufstand der Fronbauern gegen den grausamen Vogt zeigt. Am Samstagabend richten sich die Blicke auf die hohe Zinne.

Das "Nachtmysterium" erzählt in einem spektakulären Feuertheater die Lebensgeschichte des Burgherren: schwerterklirrend als Ritter, mit Feuer und Rauch beim Kreuzzug, anmutig beim Werben um seine orientalische Braut. Glanzvoller Höhepunkt der mittelalterlichen Tage auf Botenlauben ist der Minnesängerwettstreit am Sonntag - ein modernes Musical, bei dem die berühmten Zeitgenossen Otto von Botenlaubens ihre Lieder vortragen und so um die Gunst der Beatrix werben. Die edle Dame wird dann zum "Kleinod aus dem Morgenland" oder zum "Gold aus Syrien".


Erinnerung an das Jahr 1220

Wie im 1220, als die Burg Botenlauben ihr Festgewand angelegt hat, als Graf Otto von Botenlauben zurückgekehrt war. Zurück vom Kreuzzug. Zurück vom Heiligen Land. Heimgekehrt auf seine Stammburg. Ein Raunen ging durch Franken. Wer ist sie, die schöne Frau an seiner Seite? Es ist Beatrix von Courtenay, Markgräfin von Edessa, die er in seinen Liedern "sein Kleinod aus dem Morgenland" nennt. Lena Pfister


Das Programm der Botenlauben-Festspiele

Samstag, 17. September
14 Uhr: Eröffnung Zünftemarkt (Burggelände); 14.30, 15.30, 18 Uhr: Ritterkämpfe mit "Vitigo" (Turnierwiese); 15 Uhr: Graf Ottos Minne mit Knud Seckel (Rüsthof im Turm), Lieder des Otto von Botenlauben; 16.30 Uhr: Freilichtspiel "Der Vogt von Botenlauben" (Naturbühne), Ritanswieser Burgtheater; 20 Uhr: Nachtmysterium "Vom Kreuzfahrer zum Minnesänger" (Burggraben), Feuertheater mit "Un poco loco".

Sonntag, 18. September
11 Uhr: Minnesängereinzug mit "Dopo Domani" (oberer Burghof); 12.30 Uhr: Erlaubte Wollust des Leibes (oberer Burghof), Minnesänger und Hofstaat an Graf Ottos Tafelrunde; 13, 14, 16.30, 18 Uhr: Ritterkämpfe mit "Vitigo" (Turnierwiese); 13.30 Uhr: Tanzfest mit "Madrical" + "Minnesangs Frühling" (Wehrmauer), mittelalterliche Tänze; 15 Uhr: "Der Minnesängerwettstreit" (Naturbühne), großes Musiktheater um den Ehrenpreis der Gräfin Beatrix ; 17 Uhr: Erzähltheater, "Ein Schleier auf blühende Rosen" (Rüsthof im Turm), Sage von der Klostergründung in Frauenroth; 20 Uhr: Die Burg brennt , romantischer Ausklang mit gregorianischer Musik (Burggraben).

Kinderspektaculum (Samstag und Sonntag): Kinder-Ritterturnier, je 15 Minuten nach den Ritterkämpfen (Turnierwiese); Kindergaudium, Tanzgruppenlager; 14.30 bis 19 Uhr (Wehrmauer); jeweils 14.30, 16.30, 17.30 Uhr: Ritterschlag (unterer Wall).