"Platz!", hallt es über den Hof der Polizeiinspektion Bad Brückenau. Doch damit sind keineswegs zehn junge Damen im Alter von 11 bis 16 Jahren gemeint, die einfach mal hineinschnuppern wollen in einen Beruf, den typischerweise eher Männer wählen. Es geht um einen, der seine Ausbildung seit Kurzem in der Tasche hat: Gerome. Polizeihund.
Rauschgift-Spezialist.

Ein Polizeihund kann "ganz schön zulangen"
Michael Eckert von den Operativen Ergänzungsdiensten ist extra aus Schweinfurt gekommen, um den Mädchen den Einsatz eines Polizeihundes vorzuführen. Dazu versteckt er eine Portion Rauschgift in einer Garage. Gerome rennt los, bellt, jagt wieder zurück zu seinem Herrchen. Natürlich hat er die "Beute" schon erschnüffelt.

"Nicht jeder Hund ist als Polizeihund geeignet", erklärt Eckert. Natürlich müsse der Hund gesund sein und einen hohen Spiel- und Beutetrieb aufweisen. Darüber hinaus sollte er aber auch ein gewisses Maß an Aggression mitbringen. Eckert nennt das "Wehrtrieb". Denn im Notfall muss Gerome sein Herrchen auch verteidigen. "Das ist ein Hund, der kann auch ganz schön zulangen."

Das ganze Spektrum des Berufes kennenlernen
Die Polizeiinspektion Bad Brückenau beteiligt sich als einzige Dienststelle in der Rhön am Girls' Day. "Die Plätze waren ruckzuck weg", sagt Dienststellenleiter Herbert Markert. Neben Mädchen aus Geroda, Kothen, Wildflecken und Züntersbach kommen auch welche aus Bischofsheim. "Es gab noch das Angebot, Schmuckkästchen zu basteln", erzählt Joline aus Kalbach. "Aber das hier ist doch viel spannender."

Am Ende dürfen die Mädels sogar eine Laser-Pistole ausprobieren. Natürlich nur zum Test. "Das hier ist unser Show-Programm", sagt Verkehrserzieher Manfred Schneider mit einem Augenzwinkern. "Die Mädchen sollen das ganze Spektrum unserer Arbeit kennenlernen."