Es hat sich einiges bewegt im Markt Geroda. Bei der Bürgerversammlung am Freitag gab Bürgermeister Manfred Emmert (FWG) einen Überblick über das vergangene Jahr: Eine neue Brücke zwischen Kindergarten und Feuerwehr-Haus; ein gepflasterter Parkplatz beim Rathaus; neue Tische und Stühle fürs Bürgerhaus; Internet in Kindergarten und Jugendzentrum; Zaun und ein Bereich zum Abstellen am Hochbehälter in Platz.

Doch damit nicht genug.
Im laufenden Jahr geht es gleich weiter. Einige Straßenlampen schwächeln und sollen deshalb ausgetauscht werden. Gespräche mit E-On laufen bereits. Zudem will die Gemeinde den Spielplatz zum Bolzplatz verlagern. Eine Fläche direkt neben dem Fußballfeld ist schon abgesteckt. Auf dem alten Gelände gegenüber vom Kindergarten soll dann ein Parkplatz entstehen. Die Feuerwehr bekommt ein neues Auto, dass vor zwei Wochen bestellt wurde, und auch die längst überfällige Abdichtung der Rohre im Kanalnetz wird heuer in Angriff genommen.

Das wichtigste Projekt aber - so sahen es wohl auch die rund 30 Bürger, die zur Versammlung gekommen waren - ist bereits im Entstehen. Der Gemeinderat hatte sich entschieden, an den Kindergarten Räume für eine Krippe anzubauen. "In der Krippe ist für bis zu acht Kinder Platz", berichtete Emmert. Das Projekt wird ungefähr 385.000 Euro kosten, von denen aber 70 Prozent gefördert werden.

Auf der Baustelle herrscht Leben

Auf der Baustelle selbst herrscht Leben. Seit Anfang März ziehen Ewald Abert und Achim Greul von der Firma K & W Erdbau aus Riedenberg den Rohbau hoch. Für die Männer Routine, nicht aber für die Dreirad-Fahrer Phillip, Jannik und Till. Die vier Buben haben ausnahmsweise für ihre Fahrzeuge eine Genehmigung zur Einfahrt bekommen und schauen auf der Baustelle nach dem Rechten - oder in die Kamera, wie man's nimmt (siehe Bild).

"Für die Kinder ist es schön, die Baustelle mitzuerleben", erzählt Elke Schneider, Leiterin des Kindergartens Geroda. Aus zwei Fenstern können sie direkt auf die Baustelle schauen. "Als der Bagger da war, hat er vor den Nasen der Kinder gearbeitet." Das war natürlich für Jungen und Mädchen gleichermaßen eine Attraktion.
Das Fundament ist bereits gegossen, die Bodenplatte drin. Bis Ende April soll der Rohbau stehen, dann kommt das Dach drauf, die Wände werden verputzt und die Außenanlage gestaltet. Die Arbeiten für den Innenausbau müssen vom Gemeinderat erst noch vergeben werden, sagte Emmert und fügte hinzu: "Ich denke, dass die neuen Räume im Spätjahr fertig werden."

Bis dahin haben die Kinder also noch Einiges zu beobachten. Und die Bürger auch. Wie das denn mit dem Dach wird, wollte Werner Schneider aus Geroda in der Bürgerversammlung wissen. "Das alte Dach bleibt, wie es ist", antwortete Emmert. Der Gemeinderat überlege aber, die Bauarbeiten zum Anlass zu nehmen und neue Ziegel eindecken zu lassen. Da sei aber noch nichts entschieden. Rainer Regus aus Platz erkundigte sich, wie viel das neue Fahrzeug für die Feuerwehr kostet. Von circa 60.000 Euro würden knapp 20.000 Euro bezuschusst, rechnete Emmert vor. Inwiefern sich die Feuerwehr an den Kosten beteiligt, sei momentan noch nicht klar.

Am Schluss hatte Peter Heck aus Platz noch ein Anliegen: Ob man für den Friedhof nicht tragbare Lautsprecher anschaffen könnte, damit die Leute auch hören, was der Pfarrer am Grab sagt. Emmert versprach, das Thema im Gemeinderat aufzugreifen. Heck: "Die Kirche ist nicht arm, die Gemeinde ist nicht arm. Das könnte man doch anschaffen. Ansonsten müssen wir sammeln!"