Damit Gäste nach Hammelburg und in die Saale-Region kommen, kommt der Verein Tourismus Fränkisches Saaletal zu den Gästen. Die Mitglieder planen eine Werbetour, wie Vorsitzender Alfred Jeurink erklärt. Das Ziel ist Norddeutschland. Mit einem mit Werbematerial bestückten Hänger will der Verein von Stadt zu Stadt fahren. "Die Absicht ist, das fränkische Saaletal als eigenständige Region bekannt zu machen", sagt Jeurink. Denn früher sei vor allem die Rhön als Region geläufig gewesen.
In den kommenden Monaten sollen die Route festgelegt und der Werbeauftritt mit den Zielstädten abgesprochen werden. Bei der Organisation denkt Jeurink an Unterstützung von anderen Vereinen, zum Beispiel vom AMSC. Wenn alles klappt geht es 2013 auf die Reise - wahrscheinlich im Herbst, dann "wenn die Leute ihren nächsten Urlaub planen". Bis dahin ist aber jetzt schon einmal sicher, dass der Verein Tourismus Fränkisches Saaletal im November wieder mit einem Stand auf der Messe Touristik in Aschaffenburg vertreten sein wird.
Ein frisches Design bekommen die Informationstafeln an den Ortseingängen. Die Holzkonstruktionen bleibt zwar stehen, aber die Schilder werden durch neue Stadtpläne mit modernem Layout ersetzt. Dafür investiert der Verein laut Jeurink mehr als 7500 Euro.
Die Besucherzahlen für das Jahr 2011 sind im Vergleich zum Vorjahr ungefähr auf dem gleichen Stand. Lediglich bei den Übernachtungen gab es in Hammelburg ein Minus von vier Prozent. "Davon lassen wir uns nicht schrecken", sagt Jeurink. Eine kleine Delle gebe es immer einmal. Über die vergangenen Jahre war eine stetige Steigerung zu verzeichnen, erklärt Elfriede Böck, Leiterin der Tourist-Information.
Deshalb sei das Ziel, die Arbeit fortzusetzen, so Böck. Das heißt: Den Weintourismus stärken, um die Verweildauer zu erhöhen. Mit den neuen Führungen unter dem Etikett "Frankens Saalestück" versuchen die Touristiker das seit einigen Wochen bereits. Die Nachfrage nach den Angeboten ist "bisher leider nicht ganz so gut", sagt Böck. Dafür zeigen die Hinweisschilder der Saaleregion, die an der Autobahn aufgestellt worden sind, offenbar Wirkung. Die Leiterin der Tourist-Information spricht von mehr Anfragen und führt das auf die Tafeln zurück.
"Die Vernetzung im Saaletal", so Jeurink, "muss weitergehen." Man müsse aktiv bleiben. "Einmal machen, und dami ist es erledigt - das geht im Tourismus nicht."