Schon beim Betreten des Hauses der Familie Bömmel wird einem schnell klar: Die Arbeit von Margarethe Bömmel ist in mehrerlei Hinsicht beeindruckend. Ihre Näharbeit begann sie vor über 30 Jahren in einem Kissinger Volkshochschulkurs, damals noch mit dem Anfertigen von reinen Stoffpuppen. Inzwischen ist weit mehr daraus geworden, eine Arbeit, die sie am kommenden Wochenende beim Dorffest "Nüdlinger Fläär" der Öffentlichkeit vorstellen wird. Am Sonntag, 28. Juni, wird Margarethe Bömmel ab 15 Uhr Näharbeiten und Puppen und mehr neben der Kirche bei einer Kindermodenschau zeigen.
Über die Dorfgrenzen hinaus ist Margarethe Bömmel als Puppennäherin bekannt. Vor allem, um sich selbst zu beschäftigen, während ihr Mann auf Montage und iel von zuhause weg war, hat sie ihr Hobby begonnen. Daraus entwickelte sich im Lauf der Zeit eine Leidenschaft, die nicht nur qualitativ hochwertige, sondern auch quantitativ recht beeindruckende Ausmaße annahm. Im Besonderen ihre Porzellanpuppen sind sehr beeindruckend.

Die vielen Kleinigkeiten

Bei Margarethe Bömmel ist in ihrem Haus einiges zu bestaunen, auch kleinere, im ersten Moment unscheinbarere Kreationen. Da sind auch die vielen kleinen Accessoires - selbstgenähte Blumen, Muffins oder Obst aus Stoff, täuschend echt, die auch im Rahmen der Kindermodenschau zum Einsatz kommen sollen. Besonders schön anzusehen sind natürlich die Kinderkleider, die am Sonntag vorgeführt werden.
Selbst wenn man weiß, dass Margarethe Bömmel diese in ihrer Freizeit angefertigt hat, stehen sie professionellen Kleidungsstücken in nichts nach. Im Gegenteil. Der Charme der liebevoll angefertigten Kleider lässt sich nicht einfach im Laden finden. Entsprechend stolz ist die Nüdlingerin deswegen auf ihre Werke und das zurecht. "Es baut einen immer sehr auf zu sehen, was man geschafft hat", erzählt sie mit einem Lächeln. In den Vordergrund will sie mit ihrer Arbeit allerdings nicht treten, es ist ja immer was zu tun.

Dank an die Helfer

Viel lieber weist sie darauf hin, dass ihr Freunde und Familie stets eine große Hilfe waren, genauso wie die Eltern der Kinder, die am Sonntag ihre Kleidchen vorführen. Diese Hilfe würde ihr vieles, für das sie ansonsten nur schwer Zeit hätte, erleichtern. Gerne überlässt sie beispielsweise die Dekoration von Ausstellungsstücken einer Freundin. Diese Arbeit liegt ihr nicht so sehr. "So ergänzen wir uns, und das Ergebnis ist besonders schön.", findet sie. Diese Zusammenarbeit wird auf dem Dorffest zu bewundern sein, denn in der alten Schule werden Margarethe Bömmels bekannte Puppen ausgestellt. Allen voran eines ihrer bekanntesten Werke, die Hasenschule, inspiriert vom gleichnamigen Kinderbuch. Es ist ein besonders hübsches Ensemble von Stoffpuppen.

Pläne für die Zukunft

Was sie für die Zukunft geplant hat? Vielleicht wird sie sich wieder ihren Porzellanpuppen widmen, für die sie damals sogar einen eigenen Brennofen besaß. "Die sind jetzt wieder ganz groß im Kommen", erzählt sie im Plauderton. Da darf man gespannt sein. Bis dahin kann man sich zumindest schon einmal an ihrer Kindermodenschau und der Ausstellung ihrer Puppen erfreuen, am Wochenende, beim Nüdlinger Dorffest.