"Wie schön, dass sie da sind." Diese Begrüßung hören die Ehrenamtlichen der Initiative "Eine Stunde Zeit" häufig bei ihren Besuchen, erzählt Gabriele Makowka, eine der Koordinatorinnen des Projektes. Ziel ist es, wie der Name schon sagt, einer Person oder auch mehreren einmal in der Woche mindestens eine Stunde seiner Zeit zu schenken.

Aber was genau sind die Aufgaben der etwa 65 ehrenamtlichen Mitarbeiter? Im Altenheim vorlesen, mit den Senioren singen oder Brettspiele spielen. Mit älteren Menschen, die alleine wohnen und wo die Angehörigen teilweise zu weit weg leben, Behördengänge erledigen oder die Post durchsehen. Senioren aus ihrem Alltag im Altenheim herausholen und mit ihnen einen Spaziergang machen. Oder auch einfach mal für Menschen da sein, die jemanden zum Reden brauchen. Das ist ein Ausschnitt aus den Tätigkeitsfeldern der Ehrenamtlichen.

Ins Leben gerufen wurde die Initiative vor acht Jahren von Diakon Christoph Glaser von der Pfarrei Herz Jesu in Bad Kissingen. Gerade weil er selbst oft in Altenheimen unterwegs ist, fiel ihm der große Bedarf für ehrenamtliche Mitarbeiter auf, meint Gabriele Makowka. "Dort haben die Pflegekräfte am Tag im Schnitt zehn Minuten für jeden Senioren Zeit", sagt sie. Das Stichwort lautet Fachkräftemangel. Da seien viele Seniorenheime froh, wenn sich ein ehrenamtlicher Mitarbeiter mal eine Stunde mit einer Gruppe Senioren beschäftigt. Um das ganze Stadtgebiet abdecken zu können, gründete der Diakon also die Initiative.