Nach dem Motto "Ertrag vor Wachstum" habe man bewusst auf ein ungesundes Wachstum verzichtet, betonte Vorsitzender Wolfgang Menninger.

"Wir sind stolz, dass wir trotz der erschwerten Rahmenbedingungen wieder ein gutes, ordentliches Betriebsergebnis erzielt haben", sagte Menninger. Allerdings sei das Gesamtergebnis durch einen einmaligen Sonderfaktor negativ beeinflusst worden.


Starkes Kreditgeschäft

Menninger legte dar, dass die Raiba an liquiden Mitteln einen Bestand von 7.103.282 Euro ausgewiesen habe. Das Buchkreditvolumen habe zum 31. Dezember 57.932.183 Euro ausgemacht. Mit 65 Prozent sei dies der wesentlichste Posten auf der Aktivseite. Die Wertpapiere bezifferte Menninger mit 21.248.957 Euro. Das Anlagevermögen betrage 1.056.843 Euro. Das starke Kreditgeschäft bleibe ein Schwerpunkt der Geschäftspolitik und trage zu einem hohen Anteil am Jahresergebnis bei.

Auf die Passivseite stehen Verbindlichkeiten gegenüber Banken mit 7.267.022 Euro. Als größten Posten stellte er die Kundeneinlagen heraus, die rund 71 Millionen Euro betragen. Unterteilt wurden sie in Spareinlagen mit 30.510.335 Euro, Sichteinlagen mit 27.796.344 Euro und Termineinlagen mit 13.143.909 Euro. Die Rückstellungen wurden mit 546.688 Euro angegeben.


Fast zehn Millionen Eigenkapital

Eine entscheidende Position auf der Passivseite sei das Eigenkapital. Hier stünden der Raiba insgesamt 9.822.014 Euro zur Verfügung. Das Betriebsergebnis sei im Vergleich mit anderen Raiffeisen- und Volksbanken Bayerns überdurchschnittlich. Trotz aller Widerstände lohne es sich, für die weitere Selbstständigkeit zu kämpfen und die wirtschaftliche Stärke der Bank zu erhalten. Bei einer Refinanzierung in Fremdwährung (Schweizer Franken) sei der Bank ein Kursverlust in Höhe von 554.000 Euro entstanden. Aktuell bestehe kein Währungsrisiko mehr.

Auf die Geschäftsguthaben sollte auf Vorschlag des Vorstands eine Dividende von fünf Prozent ausgeschüttet werden, was auch einstimmig von der Versammlung beschlossen wurde. Am Ende ging Menninger auf das Ergebnis des "Brexit"-Referendums ein, das am Tag der Generalversammlung bekanntgegeben wurde. "Wie sich das wirtschaftlich auswirkt, wird man in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren sehen", urteilte er. Wirtschaftlich werde es von Nachteil sein, und es werde Großbritannien härter treffen als die restliche Europäische Union. Schwerer wiege der politische Schaden.


Gute Vermögenslage

Seinen Überwachungsaufgaben sei der Aufsichtsrat bei elf Sitzungen nachgekommen, betonte Vorsitzende Christiane Bötsch. Die Organisation der Genossenschaft sei zweckmäßig und an Art und Umfang der Geschäftstätigkeit ausgerichtet. Die Risikotragfähigkeit sei auf Grund des vorhandenen Risikopotenzials gegeben. Die Ertragslage sei geprägt von einem weit überdurchschnittlichen Betriebsergebnis. Durch einen einmaligen Währungsverlust sei das Ergebnis 2015 belastet. Die Vermögenslage der Bank bezeichnete die Aufsichtsratsvorsitzende als gut. Die Prüfung durch den Genossenschaftsverband Bayern sei mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 2. Mai abgeschlossen worden. Die Raiba sei an den Bedürfnissen der Kunden orientiert und es sei Ziel der Bank, den Menschen beim Erreichen ihrer Ziele zu helfen. "Unsere Bank hat Bodenhaftung", resümierte sie. Das Prinzip des "ehrbaren Kaufmanns" liege den Genossenschaftsbanken im Blut. Sie handelten nach den Prinzipien Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung. Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte jeweils einstimmig. Beim Tagesordnungspunkt Wahlen wurden Christiane Bötsch und Lothar Jörger einstimmig als Aufsichtsratsmitglieder wiedergewählt.

50-jährige Treue zur Raiffeisenbank Nüdlingen: Ernst Kiesel, Rudolf Mahlmeister, Manfred Hofmann, Walter Hofmann, Gottfried Wilm, Heinz Hofmann, Oskar Nöth, Walter Thomas, Alois Rauch, Heinz Beck, Arnold Müller. Mehrere Geehrte waren entschuldigt.