Die Gelder teilen sich auf in 500 000 Euro für den Landkreis, 300 000 Euro für Bad Brückenau, 500 000 Euro für Münnerstadt sowie 500 000 Euro für die Marktemeinde Wildflecken. "Der Freistaat hat das Mittelvolumen von Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen in 2014 auf dem hohen Niveau von landesweit 100 Millionen Euro fortgeführt", sagte Kirchner.

Für besondere Belastungen

Im Rahmen des Kommunalen Finanzausgleichs werden auf Antrag neben den klassischen Bedarfszuweisungen seit 2012 auch sogenannte "Stabilisierungshilfen" bewilligt. "Damit können außergewöhnliche Belastungen für die Kommunen ausgeglichen werden, die von den Regelzuweisungen des Kommunalen Finanzausgleichs nicht erfasst werden", freute sich Sandro Kirchner. Vor allem eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung, andauernde Haushaltsschwierigkeiten und besondere Aufgaben- und Ausgabenbelastungen nannte Sandro Kirchner als Grund für diese Hilfe. Fälle der klassischen Bedarfszuweisungen sind insbesondere Gewerbesteuerausfälle, Naturkatastrophen, Altlasten und Felssanierungen sowie freiwillige Gemeindezusammenschlüsse, ferner Kosten für externe Gutachten zur Haushaltskonsolidierung.

Härten will man ausgleichen

Stabilisierungshilfen sind demgegenüber Bedarfszuweisungen für demografiebedingte bzw. strukturelle Härten. "Mit diesen staatlichen Zuschüssen unterstützen wir die Eigenständigkeit unserer Kommunen, die mit schwierigen Sonderbedingungen zu kämpfen haben. Wir stärken damit auch bürgernahe Entscheidungen vor Ort", sagte Kirchner. Die Mittelverteilung wurde im so genannten Verteilerausschuss aus kommunalen Spitzenverbänden sowie dem Bayerischen Innen- und dem Finanzministerium festgelegt.