Wie die beiden Gesellschafter, der Freistaat Bayern und die Stadt Bad Kissingen, vertreten durch den zuständigen Referatsleiter im Bayerischen Finanzministerium, Leitender Ministerialrat Dr. Alexander Didczuhn und Oberbürgermeister Kay Blankenburg, am Donnerstag mitteilten, hat der Stadtrat der Stadt Bad Kissingen in seiner nichtöffentlichen Sitzung am Mittwoch dem einhelligen Vorschlag der Gesellschafter, die Spitzenposition des Staatsbades auf Frank Oette zu übertragen, zugestimmt.
Damit sind die formalen Voraussetzungen dafür gegeben, dass die Gesellschafter den Wechsel an der Spitze der Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen GmbH herbeiführen. Der Freistaat Bayern war damit einer Forderung von Oberbürgermeister Kay Blankenburg nachgekommen, vor weiteren Schritten das Votum des Stadtrates einzuholen.
Kurdirektor Gunter Sauer wird mit Wirkung vom 31. März 2013 aus der Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen GmbH ausscheiden. Er wird von seinen Aufgaben ab 13. Dezember 2012 freigestellt werden. Sauer war seit 2004 für die Bayerische Staatsbad Bad Kissingen GmbH tätig, seit 2005 in der Position des Kurdirektors/Geschäftsführers.
Die Gesellschafter Freistaat Bayern und Stadt Bad Kissingen bedanken sich bei Herrn Sauer für die erbrachten Leistungen der letzten acht Jahre, heißt es in einer Mitteilung an die Presse.
Wie die Gesellschafter weiter mitteilten, sei mit Frank Oette ein Mann gefunden worden, "der für die herausfordernde und anspruchsvolle Aufgabe der Markt-Positionierung des Kurortes Bad Kissingens an der Spitze der deutschen Heilbäder beste Voraussetzungen" mitbringe. Vor allem seine beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen, seine Dynamik und seine Kommunikationsfreudigkeit befähigten Oette für das Spitzenamt in der GmbH und die damit verbundenen Aufgabenstellungen. Oette genieße das volle Vertrauen der beiden Gesellschafter.
Oette ist zurzeit Geschäftsführer der dortigen Staatsbad GmbH im nordrhein-westfälischen Bad Oeynhausen. Diese Position hat er seit über drei Jahren inne.
Das Studium der angewandten Tourismus-Geographie mit den Nebenfächern Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaften absolvierte er an der Uni Trier. Vor seinem Engagement in Bad Oeynhausen bekleidete er Leitungsfunktionen in verschiedenen Tourismus- und Marketinggesellschaften.
Oette wird die Leitung der Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen GmbH spätestens zum 1. Juli 2013 übernehmen, heißt es von der Stadt weiter. Angestrebt werde aber ein deutlich früherer Antrittstermin.
Bis auf weiteres wird die Geschäftsführung kommissarisch von Andrea Schallenkammer, der Kurdirektorin von Bad Brückenau, wahrgenommen.
Mit rund 1,5 Millionen Übernachtungen und mehr als 220 000 Übernachtungsgästen pro Jahr ist Bad Kissingen mit deutlichem Abstand das größte der fünf Bayerischen Staatsbäder. In den letzten Jahren ist durch die Umwälzungen im Kur- und Gesundheitsmarkt und durch die Internationalisierung des Tourismusmarktes im deutschen Bäderwesen ein grundlegender Strukturwandel ausgelöst worden, der bis heute noch nicht abgeschlossen ist. Im Zuge dieser Neustrukturierungen hat der Freistaat Bayern kontinuierlich seine Anteile an den Staatsbädern verringert bzw. völlig an die Kommunen abgegeben. An der Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen GmbH ist der Freistaat Bayern mit 60 %, die Stadt Bad Kissingen mit 40 % beteiligt. Die Gesellschaft ist verantwortlich für ca. 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für das Marketing des Staatsbades, die Veranstaltungen für Gäste, Tagungen und Kongresse, die Park- und Gartenpflege sowie das Gebäudemanagement der historischen Kurgebäude in Bad Kissingen zuständig sind. red