Wenn die Neubürger auf den Friedhof gehen, dann ist das nicht einfach eine Besichtigung von Gräbern, das war schon im Voraus klar. Bei bestem Sommerwetter trafen sich die Neubürger mit dem Gästeführer der Stadt Bad Kissingen, Gerhard Wulz. Dieser ließ die Vergangenheit aufleben. Da konnte man sich anhand von Bildern in die Zeit versetzten, in der an der Friedhofsmauer des Kapellenfriedhofs in Bad Kissingen Gefechte im Deutschen Krieg 1866 stattfanden.


Geschichten und Bilder

Zahlreiche Kreuze zeugen noch heute von den Verlusten auf beiden Seiten. Theodor Fontane war erst ein Jahr später vor Ort, um zu berichten: Die Mühlen der Zeit mahlten damals langsamer als heute. Auch Geschichten, Bilder und sogar Musik untermalten den Gang über den Friedhof, der zu seinen Anfangszeiten noch weit vor den Toren der Stadt gelegen hatte.
Der Neubürgerstammtisch ist eine Initiative von Elisabeth Müller vom diagnostischen Veterinärlabor Laboklin und Anita Schmitt von der Akademie Heiligenfeld und findet jeden dritten Donnerstag im Monat an wechselnden Orten statt.
Die Motivation dahinter ist es den Hinzugezogenen den Einstieg in ihrer neuen Wahlheimat zu erleichtern und den Interessenten die Vielfältigkeit Bad Kissingens zu präsentieren. Alteingesessene, die sich an den Gesprächen beteiligen wollen, sind stets gern gesehen und eingeladen sich der Runde anzuschließen. Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 17. August, um 19 Uhr am Stadtstrand statt und wird Biosphärenreservat beziehungsweise Nationalpark zum Thema haben. Als Gast ist Claus Schenk, Sprecher des Bündnis Nationalpark Rhön, geladen.