Der Neubau des Springbrunnens und der Um- und Ausbau des Rosengartens beginnen in der kommenden Woche. Bereits seit Mittwoch, sind die ersten vorbereitenden Arbeiten in diesem Bereich sichtbar (wir berichteten). Verkehrsbehinderungen sind möglich. Am Dienstag, 15. Dezember werden die eigentlichen Arbeiten beginnen, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Oberbürgermeister Kay Blankenburg wird am Mittwoch, 16. Dezember, mit einem Spatenstich den offiziellen Startschuss zu den Arbeiten geben.
Im Vorfeld war die hohe Fördersumme aus Mitteln des Bayer. Wirtschaftsministeriums (RÖFE) für diese Maßnahme per Bescheid bestätigt worden. Der Stadtrat hatte der Maßnahme vorbehaltlich der Kofinanzierung durch den Freistaat zugestimmt. Die Summe der Fördergelder beläuft sich auf 1,715 Millionen Euro und damit auf 74,98 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die Stadt Bad Kissingen hat bei kalkulierten Baukosten von 2,762 Millionen Euro an eigenen Kosten etwa eine Million Euro zu tragen. Ein Brunnen auf dem Standard des bisherigen Brunnens - ohne Sound- und Videoanlage sowie ohne die umfangreiche Neugestaltung des Rosengartens im direkten Umgriff des Brunnens - wäre nach Angaben der Stadt schon bei mehr als 900 000 Euro gelegen.
"Es ist gut, dass die Baufirmen jetzt noch mit den Arbeiten beginnen können. Bis Weihnachten soll die erste wichtige Bauetappe bereits abgeschlossen sein", erklärt Oberbürgermeister Kay Blankenburg. "Eine möglichst schnelle Umsetzung und einen Abschluss so früh wie möglich", wünscht er sich, "damit wir den neuen Brunnen mit all seinen technischen Raffinessen und das Wahrzeichen Bad Kissingens, den Rosengarten als Naherholungsort und Alleinstellungsmerkmal so bald wie möglich im nächsten Jahr einweihen können."
Bei der Gelegenheit wird die bereits vom Efeu befreite Mauer zur Ludwigsbrücke von Bautechnikern auf ihre Beschaffenheit geprüft. Zuvor war dies wegen des dichten Bewuchses nur unter erschwerten Bedingungen möglich gewesen.
Während der Baumaßnahme wird der Hochwasserschutz rund um den Rosengarten komplett aufgebaut. Um eine Zufahrt zum Baufeld zu ermöglichen, wird eine Zufahrtsstraße von der Ludwigsbrücke zum Rosengarten errichtet. Im Bereich der Balthasar-Neumann-Promenade wird deshalb das Brückengeländer abgebaut. Hier wird die Baustellenzufahrt als Rampe installiert.


Bäume werden ersetzt

Es ist notwendig, einige Bäume für die Bauarbeiten zu entfernen. Diese würden nach Abschluss des Projekts ersetzt, beteuert die Stadt. Sie würden dann zusammen mit den Linden in der Bismarckstraße eine Umrahmung des Rosengartens mit harmonischem Alleecharakter bilden, so die Stadt weiter. Die Fällung der großen alten Bäume in der Bismarckstraße am Dienstag hatte bei vielen Passanten für Ärger gesorgt.
Zudem sind Sicherungsmaßnahmen für die Baustelle erforderlich. Der sogenannte Baugrubenverbau verhindert ein Abrutschen von Erde. Dieser wird als Bohrpfahlwand zusammen mit der Stützkonstruktion für das geplante Technikgebäude im Damm der Ludwigstraße errichtet. Hierzu werden Löcher in den Boden gebohrt, in denen diese Wand verankert sein wird. Die bereits vorhandene Ausbuchtung in der Mauer zum Regentenbau hin wird durch das künftige Technikgebäude von derzeit etwa einem halben Meter auf knapp drei Meter vergrößert.


Verkehrsbehinderungen

Während der Arbeiten kann es in der Ludwigstraße zu Behinderungen für den Pkw- und Lkw-Verkehr kommen. Die Stadt Bad Kissingen bittet um Verständnis. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird eine kurze Pause während der Weihnachtszeit eingelegt. Je nach Witterung soll es mit dem Neubau des Brunnen und der Sanierung des Rosengartens bereits am 11. Januar 2016 weitergehen.