"Bis jetzt haben wir vier Tankvorgänge registriert," sagt Susanne Schmelzeisen von den Stadtwerken, "insgesamt wurden etwa zehn Kilowattstunden getankt." Die Tankvorgänge dauerten zwischen 20 Minuten und einer Stunde.
Doch resignieren wollen die Stadtwerke, die die Elektrotankstelle eingerichtet haben und betreiben, nicht. "Wir gehen davon aus, dass das die Zukunft ist, wir wollen nicht gleich am Anfang wieder aufgeben," versichert Susanne Schmelzeisen.

Ärger mit Falschparkern


Bei den Stadtwerken ärgert man sich natürlich über die Falschparker, die die E-Tankstelle blockieren. Nachdem die beiden Stellflächen immer wieder zugeparkt waren, suchten die Stadtwerke ihr Heil in einem Verkehrsschild mit Hinweistafel. Da das auch nicht all zu viel genutzt hat, sollen in der kommenden Woche Piktogramme auf den Stellplätzen aufgebracht werden und Zettel unter den Scheibenwischer geklemmt. "Wir wollen erst einmal mit sanften Mitteln vorgehen und nicht mit Strafen drohen," sagt Susanne Schmelzeisen. Aber wenn das alles nicht funktioniert, wollen die Stadtwerke "verkehrsrechtlich einschreiten": Mit einem absoluten Parkverbot samt Zusatzschild, dass Elektromobile zum Auftanken hier parken dürfen.
Doch die Stadtwerke haben noch mehr vor, um ihren Strom unter das mobile Volk zu bringen. So gibt die Werbegemeinschaft eine Neuauflage des Gästeführers heraus: "Da gehen wir mit der E-Tankstelle rein," betont Frau Schmelzeisen.

Weitergehende Pläne


Und trotz der zur Zeit noch mangelnden Akzeptanz der Elektrotankstelle haben die Verantwortlichen der Stadtwerke zumindest angedacht, an der KissSalis-Therme eine weitere Stromtankstelle zu installieren.
Auch in Sachen Eletrofahr räder wollen die Stadtwerke am Ball bleiben. "Wir haben an der Therme vier solcher Räder zum zum Verleih stationiert, aber das ist momentan auch noch nicht der Reißer", sagt Susanne Schmelzeisen. "Wenn wir merken, dass das nicht der richtige Standort ist, werden wir an ein Gästehaus rangehen."
In Schweinfurt und Bad Neustadt gibt es ebenfalls Elektro-Tankstellen. Dort haben sich die Bad Kissinger Stadtwerke umgehört und Erfahrungen eingeholt.Laut Susanne Schmelzeisen ist jedoch auch dort der Erfolg noch recht bescheiden.
Nichts desto trotz wollen die Stadtwerke an ihren Plänen festhalten. "Man muss etwas Geduld haben, da muss etwas wachsen," sagt Susanne Schmelzeisen. Auch Stadtwerkechef Manfred Zimmer hatte während der offiziellen Eröffnung der Tankstelle bereits prognostiziert, dass er in nächster Zeit nicht mit langen Schlangen vor der Zapfsäule rechnet. Im Moment sei das wohl eher ein Angebot für Auswärtige, die sich auf einer Internet-Plattform informie