Zur guten Tradition des Kreisverbands der Senioren-Union (SEN) gehört es, dass man alljährlich im Herbst bei einer Wanderung der friedlichen Revolution in der DDR 1989 und der ein Jahr später erfolgten Wiedervereinigung gedenkt. Außer diesem zeitgeschichtlichen Aspekt, der am ehemaligen Grenzübergang an der "Schanz" bei Eußenhausen beleuchtet wurde, gab es im Anschluss an eine Wanderung nach Henneberg im Gasthaus "Schwarze Henne" historische Informationen
über das Grafengeschlecht der Henneberger. Das Schillermuseum in Bauerbach war der letzte Punkt der Grenzwanderung, die mit viel Geselligkeit eine "historische Reise" abrundete.
SEN-Kreisvorsitzender Eberhard Gräf hatte Busfahrt und Wanderung vorbereitet. Etwa 80 Teilnehmer konnte er in zwei Bussen dazu begrüßen.
Beeindruckt waren die Senioren zuerst von der künstlerischen Gestaltung des ehemaligen Grenzübergangs an der Schanz, der vom riesigen Einheitssymbol, der "Güldenen Brücke", geprägt wird.
Im Gasthaus "Schwarze Henne" in Henneberg informierte Heidemarie Knebel vom Club Henneburg die Senioren über das Geschlecht der Henneberger Grafen, die dort ihren Stammsitz, die Henneburg, errichteten. Aus ihrem Geschlecht gingen Bischöfe von Bamberg, Würzburg, Speyer und Mainz hervor. Im Landkreis Bad Kis singen ist vielen der Minnesänger Otto von Botenlauben, ein Henneberger, wohlbekannt.
Nach Kaffee und Kuchen sowie geselligem Liedersingen machte sich eine Wandergruppe von etwa 30 Teilnehmern vom Dorf Henneberg aus auf zur Henneburg, der ehemaligen Stammburg der Grafen.
Das gesellige Beisammensein und Abendessen im Bauerbacher Gasthaus "Zum braunen Ross" mit typisch thüringischen Gerichten bildete den Abschluss der Grenzwanderung. ksta