Die Kissinger Sängervereinigung trat das erste Mal nach 17 Monaten wieder öffentlich auf. Die Gäste in der gut besuchten katholischen Stadtpfarrkirche "Herz-Jesu" kamen am Sonntagabend in den Genuss eines in diesen Zeiten selten gewordenen Live-Auftritts: Unter Leitung von Chorleiter Hermann Freibott begleiteten 19 Sängerinnen des Frauenchors der Kissinger Sängervereinigung den von Pfarrer Gerd Greier zelebrierten Gottesdienst. Präsentiert wurde, passend zum jeweiligen Ablauf im Gottesdienst, die auf Latein gesungene kleine Messe, der Messe brève des französischen Komponisten Léo Delibes (1836 - 1891), darunter die Stücke "Kyrie", "Gloria", "Sanctus" und "Agnus Dei".

Es handelte sich um den ersten öffentlichen Chorauftritt der Sängervereinigung, dem historisch ältesten Chor im Landkreis, seit Februar 2020. Entsprechend groß war die Freude bei den Choraktiven und den Besuchern, die Augen- und Ohrenzeuge der gelungenen Aufführung wurden.

Folgeauftritte geplant

Aufgrund der Pandemie konnte der weltliche Konzertchor, der seit 2018 FSB-Leistungschor ist, nur getrennt nach Frauen- und Männerstimmen proben. Nach vier Probenabenden erfolgte nun die erste Aufführung. Auch der Männerchor ist seit Juni dieses Jahres wieder im Probenbetrieb, einstudiert wurden neben geistlichen Kanons das ebenfalls auf Latein gesungene Requiem op. 64 von V.E. Becker (1814 - 1890).

"Ab September möchten wir diese Art der Gottesdienstbegleitung gerne fortsetzen und halten daher Ausschau nach weiteren Auftrittsmöglichkeiten und zwar konfessionsübergreifend", teilte Chorleiter Hermann Freibott der Zeitung mit.

Die letzten Proben vor der Sommerpause finden diese Woche am Mittwoch (Männerchor im Rotkreuzhaus) und am Donnerstag (Frauenchor in der Musikschule) statt, Beginn ist jeweils 19.45 Uhr.