Still und verlassen steht sie da - die Eissporthalle. Das stolze Schild, das sie als Spielstätte der Kissinger Wölfe auswies, ist längst abgeschraubt. Die Zukunft der Halle ist ungewisser denn je. Doch wenn etwas vorangeht, so scheint es, dann über Stadtverwaltung und Stadtrat. Und aus Letzterem gibt es Neues zu berichten.

14 Stunden, verteilt auf vier Tage in der Woche, und das Ganze im Zeitraum Mitte Oktober bis Mitte März: Solange muss Hallenbesitzer Alexander Kondrashov die Eishalle für öffentliche und Vereinsnutzung offenhalten. Glaubt man Informationen aus dem Stadtrat, steht das so in dem Kaufvertrag, den die Stadt 2017 mit dem Ukrainer und einem weiteren Investor geschlossen hat. Demnach soll die Stadt auch ein Wiederkaufsrecht besitzen, wenn der jetzt alleinige Besitzer ein Jahr keinen Betrieb in der Eishalle anbietet.

Ab wann dieses Jahr gilt, darüber lässt sich spekulieren. Beginnt es mit der letztmaligen Schließung der Halle nach der Eishockey-Saison 2018/19 im März dieses Jahres? Dann würde das Wiederkaufsrecht bereits im April 2020 wirksam werden. Oder zählt die Uhr seit Beginn des Bayernliga-Spielbetrieb im Oktober? Dann würde die Wiederkaufsklausel spätestens im Oktober/November 2020 greifen. Wenn es sie denn wirklich gibt.