"Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, dass Interessierte auf einer gesicherten Fläche Eislaufen können", informierte der stellvertretende Kommandant der Hammelburger Wehr, Walter Emmert. Die feuerwehr flutete die wiesenfläche bereits in der ersten Februarwoche und gab sie - unter Aufsicht - für das sportliche Vergnügen frei.
"Da sich schon am vergangenen Sonntag zahlreiche Eislaufsportler einfanden, garnierten wir diesmal das Ganze mit einer kleinen Party", berichtete Emmert. Ab 17 Uhr gab es zum Eisvergnügen Musik, Glühwein, Tee und Bratwürste und mit Einbruch der Dämmerung auch Laufen unter Flutlicht. Möglich machte dies eine Lichtgiraffe, die im Ernstfgall zum Ausleuchten von Unfallstellen eingesetzt werden. Insgesamt 15 Freiwillige bot die Freiwillife Feuerwehr auf. Sie stellten sich als Sicherheitsposten, Glühweinköche oder zum Würstchen grillen zur Verfügung.
Die Feuerwehr stellte schon in früheren Jahren Eislaufflächen bereit, zum Beispiel für eine Eisdisco. Emmert wäre es allerdings lieber, wenn die Eislauffläche näher am Parkplatz, also am Bleichrasen läge. Deshalb will er einmal mit Bürgermeister Ernst Stross sprechen, da der besagte Platz eingeebnet werden müsste. "So wie der Platz jetzt beschaffen ist, würde das Wasser davonlaufen", sagt er.
"Das winterliche Vergnügen als Dauereinrichtung in der kalten Jahreszeit wäre nicht schlecht", meint eine Mutter aus der Kernstadt, die mit ihren fröhlich rutschenden Kindern schon am Wochenende zuvor die Möglichkeit nutzte. Mit Blick auf die nahe liegende Saale meint sie: "Hier kann man die Kinder auch mal alleine lassen denn sie sind unter Beaufsichtigung".
Walter Emmert von der Feuerwehr zeigte sich jedenfalls zufrieden mit dem Besuch. "Die Kinder und die Eltern sind begeistert. Gelegentlich kommen auch Spaziergänger vorbei, die einen Glühwein trinken", freut sich der warm eingepackte Feuerwehrmann, der beabsichtigt, die Eislauffläche auch am Faschingswochenende anzubieten. "Vorausgesetzt das Wetter spielt mit", merkt er an.
Der Gag, Eislaufen bei Flutlicht, sah allerdings mehr Besucher um die wärmenden Feuertonnen als auf dem Eis. Bei 12 Grad minus und darunter kommt vielen ein heißer Tee oder ein Glühwein gelegen und es bildeten sich kleine Grüppchen um die wärmenden Plätze, wo Menschen mit roten Nasen und Ohren ein Eis-Talk-in abhalten. "Man muss auch mal frieren können", meinte einer der Umstehenden "kalt lächelnd".