Müssen Pädagogen und Schüler nicht. Das Ungemach durch Lärm und Schmutz hält sich für sie in engen Grenzen. Frank Kubitza zeigte sich darüber positiv überrascht. Auch dass man die Parkplätze am Kino habe nutzen müssen, sei kein Problem gewesen, man musste nur "ein paar Schritte mehr gehen". Außerdem habe die Realschule Nachbarschaftshilfe geleistet und Räume zur Verfügung gestellt. Dafür habe das Gymnasium jetzt "viele gut ausgestattete, moderne und akustisch hervorragende Zimmer" bekommen. Lediglich auf die Hausmeister Guido Büttner und Aribert Straub sei eine erhebliche Zusatzbelastung zugekommen: Sie mussten viele Möbel mehrfach umräumen.

Fertig bis August 2013


Aber auch dabei ist jetzt ein Ende in Sicht: Im August 2013 soll alles fertig sein. Dafür hat der Kulturausschuss des Kreistags am Donnerstag den Weg freigemacht. Er hat unter der Leitung von Landrat Thomas Bold (CSU) zehn weitere Aufträge im Gesamtwert von 1,36 Millionen Euro vergeben. Ursprünglich war man von 1,52 Millionen Euro ausgegangen. Am teuersten ist das marode Glasdach der Aula. Allein dafür sind 282 000 Euro aufzubringen. 276 000 Euro erfordert der Außenputz, rund 146 000 Euro kosten die Fenster aus Holz und Aluminium.
Zum Zuge kamen wieder die wirtschaftlichsten Firmen. Allerdings, so Hochbau-Fachmann Martin Schneider, mussten einige ausscheiden, da ihre Leistungsfähigkeit fraglich erschien. Die Hälfte der Aufträge ist an Betriebe aus Landkreis oder Region erteilt worden.
Bold sprach vom "spannendsten Teil der Sanierung" des Gymnasiums, der beginne. Bereits vor wenigen Wochen waren Aufträge in Höhe von 764 000 Euro vergeben worden. Wie Bold und Schneider sagten, kam es zu Mehrkosten, weil die Rippendecken brandschutzmäßig zu ertüchtigen sind. Dennoch sei eine Überschreitung der Gesamtbausumme nicht zu erwarten. Denn bei den fertigen Bauteilen B und C waren erhebliche Einsparungen möglich.

Billiger als erwartet


Zunächst waren die Planer laut Schneider von 18,04 Millionen Euro und dann von 18,8 Millionen Euro ausgegangen. Jetzt sind 16,23 Millionen Euro erreicht. Schneider rechnet damit, dass das Projekt insgesamt gut 17,2 Millionen Euro verschlingen wird. Das sind elf Prozent weniger als erwartet worden war. Alleine für Teil A mit Aula, Verwaltung und einigen Klassenzimmern sind knapp 4,57 Millionen Euro aufzubringen.
Der zentrale Teil A des Jack-Steinberger Gymnasiums ist bereits ausgeräumt, die Abbrucharbeiten - die Räume werden quasi entkernt - starten in den kommenden Wochen. Bereits Ende Juli soll der Rohbau stehen. Im September geht es an das Glasdach über der Aula. Es folgen Metall-, Trockenbau-, Estrich-, Fliesen- und Malerarbeiten sowie der Bodenbelag. Ende Juli 2013 soll alles erledigt sein. Der Umzug ist für August kommenden Jahres vorgesehen.
Alle Räume werden komplett saniert, die Fenster - dann dreifach isolierverglast - an Nord- und Westfassade sind zu erneuern. Es entsteht ein zweiter direkter Fluchtweg ins Freie. Die gesamte Fassade wird wärmegedämmt. Das Glasdach über der Aula wird erneuert. Der Sonnenschutz entspricht dem der anderen Gebäudeteile. Genutzt wird der zentrale Trakt A als Aula, für die Verwaltung und Klassenzimmer. Sie werden auf den allerneuesten Stand gebracht.
Rund 320 000 Euro kosten Umbauarbeiten verschiedener Fachbereiche und andere Vorhaben an den Realschulen Hammelburg und Bad Kissingen sowie an den Gymnasien der beiden Städte. Der Ausschuss wird in den nächsten Wochen nicht zusammentreten. Deshalb ermächtigte er Landrat Bold mit der Vergabe der Aufträge.
Auch an der Berufsschule nagt der Zahn der Zeit. Der Bau ist 25 Jahre alt und braucht einen neuen Anstrich. Den ersten Teil wird ein Betrieb aus Oberthulba für 29 000 Euro streichen. Die weiteren Fassadenabschnitte folgen nach und nach. ed