Unter dem Slogan: "Fahrt der Guten Beispiele - Innenentwicklung" startete die Interkommunale Allianz "Schweinfurter OberLand" eine Projekt - Rundreise zu geförderten Objekten im Innenort verschiedener Gemeinden. Neben Förderprogrammen vom Amt für ländliche Entwicklung (Dorferneuerung) und der Regierung von Unterfranken (Städtebauförderung) fördern die beteiligten Gemeinden selbst mit verschiedenen Modellen Investitionen im Innenort, die zur bewohnbaren Erhaltung der Anwesen und Gebäude beitragen.


Erschließung bereits vorhanden

Die Rundreise des Schweinfurter Oberlandes zeigte attraktive Standorte zum Wohnen, erhaltenswerte Dorfkerne mit Sanierungsobjekten und interessanten Baugrundstücken in historisch gewachsenen Strukturen auf. Nachdem Bürgermeister Matthias Klement auf dem Marktplatz die Teilnehmer begrüßte, war die erste Station bei Maximilian Schüler in Maßbach.
Er hat eine alte Scheune, samt leerstehendem Stall abgerissen und an dieser Stelle ein neues Wohnhaus errichtet. Die Investitionssumme lag bei rund 225 000 Euro, auf die er eine Förderung vom Markt Maßbach in Höhe von 10 000 Euro erhielt. "Dieser Betrag tat mir gut und half bei der Finanzierung", sagte Schüler.
Neben dieser Förderung waren es der vorhandene Hof und das erschlossene Grundstück, das den 28 jährigen bewog, im Ortskern zu bauen. Der Bauherr gab bereitwillig Auskunft. Auf die Frage, ob es für ihn eine Überlegung war, neu zu bauen oder umzubauen, sagte er, dass sicherlich etwas Herzblut dabei gewesen sei und Bürgermeister Klement ergänzte, in einem solchen Fall spiele auch eine gewisse Leidenschaft mit. Die Kosten für Abriss und Neuaufbau vseien etwa gleich mit dem Kauf eines neuen Bauplatzes, erklärte Schüler.
In Rothhausen ging Bürgermeisterin Judith Dekant auf die abgeschlossene Dorferneuerung (1989 bis 2013) und nahtlos auf das weitere Förderobjekt ein. Bei Jürgen Vogler lag neben dem Elternhaus, das heute noch von der Mutter bewohnt wird, eine ungenutzte und baufällige Scheune brach. Diese wurde um- und wiederaufgebaut. Nur die Fundamente und die Rückwand blieben erhalten.


Kein rechter Winkel

Trotz des noch nicht fertiggestellten Innenausbaus bewohnt die Familie das Gebäude bereits. Hier besteht der Vorteil darin, dass sich der Bauherr bei fast ausschließlicher Eigenleistung Zeit lassen kann. Wegen des beengten Baukörpers ist allerdings im ganzen Haus kein rechter Winkel festzustellen.
Zu beiden Anwesen ist festzustellen, dass moderne Baustoffe die Ausführungen beeinflussen. Die Förderung der Gemeinde Thundorf betrug ebenfalls 10 000 Euro aus dem Förderprogramm der Allianz. Bürgermeister Klöffel sagte bei der Scheckübergabe im vergangenen Jahr: "Die Gemeinden der interkommunalen Allianz Schweinfurter OberLand sind sich einig, dass die Auswirkungen des demographischen Wandels nur durch Leitung und Mitgestaltung bewältigt werden können".


Rund 60 Anträge

Weitere Objekte im Landkreis Schweinfurt waren in Stadtlauringen, in Reichmannshausen, einem Ortsteil von Schonungen, und in Waldsachsen, ebenfalls ein Ortsteil von Schonungen.
Allianzmanagerin Julia Hafenrichter informiert während der Fahrt, dass rund 60 Anträge bei den Gemeinden des Schweinfurter Oberlandes eingegangen sind. Davon wurden 41 bewilligt und - Stand September 2017- 14 fertiggestellt. Rund 410 000 Euro stellen die Gemeinden im Oberland als kommunale Zuschüsse für die Bauherren bereit. In der VG Maßbach sind zum derzeitigen Stand 16 Anwesen im Förderprogramm der Allianz und davon sieben fertiggestellt.