Thundorf — Weil er zahlreichen Spuren in Thundorf hinterlassen hat, will die Gemeinde ihrem Ehrenbürger Oskar Pflüger mit der Widmung eines Platzes ein dauerhaftes Denkmal setzen. Der Vorschlag non Bürgermeister Anton Bauernschubert (CSU), den Kirchplatz umzubennen, fand jedoch keine Resonanz. So fiel die Wahl auf den Schloßpark.

Vielfältige Bautätigkeit

Am 16.
April verstarb im Alter von 78 Jahren der frühere, langjährige Pfarrer von Thundorf, Oskar Pflüger. Er kam 1964 als 30-jähriger Priester in die Gemeinde und konnte bis zu seinem Weggang 1982 nach Bad Kissingen neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit eine ganze Reihe von Baumaßnahmen vorweisen. Dazu zählten der Pfarrhausbau in Thundorf, der Bau der Filialkirche in Theinfeld, die Generalsanierung der katholischen Kirche Rothhausen, die Erweiterung der Kirche in Thundorf, verbunden mit dem Ausbau des Pfarr- und Jugendzentrums, der Kindergarten und die Sanierung der Friedhöfe und Bau von Leichenhäusern.

Vorschlag fand keine Zustimmung

Dadurch hat Pflüger in der Gesamtgemeinde Thundorf bleibende Spuren hinterlassen, weshalb Bürgermeister Anton Bauernschubert vorschlug, dem verstorbenen Ehrenbürger einen Platz oder eine Straße in Thundorf zu widmen. Sein Vorschlag war die Umbenennung "Am Kirchplatz" in "Oskar Pflüger Platz" bzw. "Pfarrer Pflüger Platz". Diese Idee fand im Gremium jedoch keine Zustimmung. Gemeinderat Thomas Imhäuser (FW) wollte warten, bis wieder eine Straßenwidmung ansteht. Andere Gemeinderäte wollten aber nicht so lange warten. Schließlich kam der Vorschlag von Gemeinderat Martin Heusinger (FW) zum tragen, den Schloßpark, in "Pfarrer-Pflüger-Park" umzubenennen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Freistaat Bayern als Eigentümer des Parks der Umwidmung zustimmt.