Managing Director Beate Zwermann stand gestern dem Stadtratsausschuss für Wirtschaft, Marketing und Kultur Rede und Antwort. Unter anderem wies sie auf die zahlreichen Presse-Artikel hin, die ihre Agentur inzwischen lanciert hat.
Dabei sparte Beate Zwermann nicht mit Zitaten: "Prachtvolle Gebäude", "Der Park und die Natur rund um Bad Kissingen sind eine Wucht", "Bad Kissingen hat alle Voraussetzungen, um in der Liga der renommiertesten Kurbäder mitzuspielen."
In den Texten, die in regionalen und überregionalen Zeitungen sowie in Hochglanz-Magazinen erschienen sind, kommt Bad Kissingen gut bis sehr gut weg. Es gehe darum, Bad Kissingen als ideale Destination für den Kurzurlaub mit Top-Angeboten in den Bereichen Gesundheit, Kultur, Tagung, Genuss und Vitalität zu verkaufen, betonte die PR-Fachfrau.
Als Zielgruppen sieht sie unter anderem aktive Genießer, Gesundheitstouristen, Kulturliebhaber und gut verdienende Menschen "im besten Alter", weniger die Familien.
Allerdings verschwieg Beate Zwermann nicht, dass sich Leerstände wie das Luitpoldbad und das Ex-Steigenberger gegenüber angereisten Journalisten nicht leugnen lassen. Schwierig sei auch die derzeitige Hotel-Situation. Und schließlich kritisierte die PR-Managerin jene Menschen, "die erzählen, was niemand wissen will." Und davon gebe es nicht wenige. Sie appellierte an die Bad Kissinger, gegenüber Gästen und Journalisten nicht über den eigenen Ort zu meckern.
In den vergangenen eineinhalb Jahren seien über 200 Presse-Artikel lanciert worden, so Beate Zwermann, die auch auf die mehr als 500 Medien hinwies, die sich im Presseverteiler der Agentur finden.
Außerdem pflege BZ.COMM gute Kontakte zu Funk und Fernsehen. So sei es ein Ziel, Bad Kissingen als Kulisse von Fernsehsendungen anzubieten. "Da kommen wir voran," sagte Frau Zwermann, die auch auf Themenplatzierungen über Facebook-Beiträge, die Überarbeitung der Pressemappe und die Einbeziehung aller Bad Kissinger Veranstaltungen in die PR-Aktivitäten sprach.
Der neue Auftritt Bad Kissingens gegenüber der Presse mache auch vor der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin nicht Halt. Beate Zwermann erinnerte an ein Pressefrühstück mit geladenen Gästen, der Rosenkönigin, dem Oberbürgermeister, der Intendantin des Kissinger Sommer und dem Geschäftsführer der Staatsbad GmbH.
Auf den Kissinger Sommer ging Beate Zwermann eigens ein. Neue Zielgruppen will sie über hochwertige Frauenzeitschriften ansprechen, das Festival ganzseitig mit Hotelpartnern und Bildern der Künstler vermarkten.
"Erste Schritte sind getan, und das Medieninteresse ist geweckt," resümierte die Agentur-Chefin. Aber man kämpfe mit der Realtität. Bad Kissingen sei derzeit für neue Zielgruppen nicht optimal vorbereitet. Wichtig sei die Weiterentwicklung spezieller Bad Kissinger Produkte. So sollte der von einer heimischen Apothekerin entwickelte New-Skin-Creme eigentlich eine ganze Pflegeserie folgen, die unter anderem in der Therme vermarktet werden könnte. Es gelte, die Angebote für spezielle Zielgruppen zu bündeln, dabei sei die Zusammenarbeit aller Beteiligten unabdingbar.
Außerdem empfahl Beate Zwermann, die Region in das Marketing mit einzubeziehen und "Special Interest-Gruppen" etwas Besonderes zu bieten, beispielsweise in den Bereichen Golf, Gesundheit und Geschäftstourismus.