Der war womöglich gar nicht mehr gesucht worden: 50 Jahre jedenfalls sind es geworden, in denen Pius Voll (85) treu und zuverlässig die Aufgaben des Mesners bekleidete. Doch Gram empfindet Voll ob dieser langen Dauer nicht. Im Gegenteil: "Ich habe es nicht bereut, es hat mir immer Spaß gemacht". Bis ins hohe Alter hat Pius Voll seinen Dienst versehen, erst 2009 legte er das Amt in jüngere Hände, als er zu seiner Schwester Agnes Krapf nach Premich zog.

Jetzt gab es noch einmal eine Ehrung für Pius Voll. In Anerkennung der treuen Dienste überreichte Diözesanleiter Anton Dill vom Mesnerverband eine Ehren- und Dank-Urkunde des Bischofs. Voll habe seinen Dienst nicht nur ausgeübt, sondern förmlich zelebriert, würdigte Dill. Auch Kaplan Thomas Menzel war voll des Lobes. Er freute sich, dass Pius Voll trotz seines neuen Wohnortes Premich in seine Stangenrother Kirche komme. Von seinem "Stammplatz" in der ersten Reihe komme immer wieder mal ein Wink an die Ministranten. "Das ist auch für mich hilfreich", sagte Menzel.

Voll selbst zeigte sich sichtlich überrascht und hoch erfreut über die Ehrung. Es ist im übrigen nicht die erste Auszeichnung für den langjährigen Mesner. Bereits 1999 war ihm für 40 Jahre Mesnerdienst das goldene Mesnerabzeichen verliehen worden. Im Jahre 2004 erhielt er für seine besonderen Verdienste auch die St. Bruno-Medaille.