Dies war die Botschaft aus der virtuellen Kreisvorstandssitzung der CSU Haßberge, in deren Mittelpunkt die Nominierung des Bundestagskandidaten für die Wahl im September dieses Jahres stand: CSU-Kreisvorsitzender Steffen Vogel schlug wenig überraschend Dorothee Bär (42) wieder als Direktkandidatin für die Bundestagswahl vor, wie aus einer Mitteilung der Partei vom Freitag hervorgeht. "Dorothee ist bereits seit 2002 und damit 19 Jahre Mitglied des deutschen Bundestags und damit trotz ihres Altes eine ,alte Häsin', die den Politikbetrieb in Berlin kennt wie keine andere", sagte der Kreisvorsitzende aus Theres, der Mitglied im bayerischen Landtag ist.

Zudem sei die aus Ebelsbach stammende Bär stellvertretende Parteivorsitzende und Staatsministerin und damit alles andere als eine Hinterbänklerin. Im Gegenteil: Bär habe es in die erste Reihe der deutschen Politik geschafft, wovon auch der Landkreis profitiere, so Steffen Vogel weiter. Alle Mitglieder des Kreisvorstandes folgten dem Vorschlag Vogels, Dorothee Bär wieder der gemeinsamen Delegiertenversammlung mit den beiden Kreisverbänden Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld als Bundestagskandidatin vorzuschlagen. Die offizielle Nominierung soll Ende März unter strenger Einhaltung der Corona-Vorschriften stattfinden.

"Ich bin voller Tatendrang für die nächsten Jahre und würde gerne meine erfolgreiche Arbeit für unser Heimat fortsetzen", sagte Dorothee Bär . Sie betonte, dass sie in den vergangenen Jahren wichtige Projekte für den Landkreis aufs Gleis setzen konnte. Bär nannte dabei das "Leuchtturmprojekt Smart City", welches als Pilotprojekt der Bundesregierung nach Haßfurt geholt werden konnte. "Elf Millionen Euro für ein smartes, digitales Haßfurt sind ein großer Erfolg für unsere Region", so Bär weiter.

In der ersten Runde des Programms des Bundesinnenministeriums wurde die Stadt Haßfurt als eine von nur 13 Projekten bundesweit ausgewählt. "Ich bin als die zuständige Direktabgeordnete natürlich unglaublich stolz, dass es für Haßfurt und seit Herbst auch für die Allianz Hofheimer Land gelungen ist, diese Förderungen für mehr Lebenserleichterung durch Digitalisierung vom Bundesinnenministerium zu uns zu holen. Für die nächsten Jahre ist noch viel mehr digitale Lebenserleichterung in meiner Heimat mein Ziel", erklärte Bär.

Sie bedankte sich für das große Vertrauen der Vorstandschaft und die hervorragende Zusammenarbeit. Besonders hob sie das erfolgreiche Miteinander mit Steffen Vogel und Landrat Wilhelm Schneider hervor. Mit so einem starken Team im Rücken freue sie sich schon riesig auf den politischen Wettstreit der Ideen in den nächsten Monaten, sagte Bär.

"Die Bundestagswahl im Herbst ist eine entscheidende Wahl. Sehr viele neue Wege müssen beschritten, vor allem die Pandemie und ihre Folgen überwunden werden. Da brauchen wir eine starke Bundesregierung , am besten mit unserer Doro Bär als Bundesministerin", ergänzte der Kreisvorsitzende Steffen Vogel .

Dorothee Bär war 2002 bei der sogenannten Stoiber-Wahl erstmals in den Bundestag gewählt worden. Die damals 24-Jährige profitierte von dem hohen CSU-Stimmenanteil, der auch Listenkandidaten auf hinteren Plätzen zu einem Mandat verhalf. 2005 wurde sie erneut über die Liste der Partei in das Parlament in Berlin berufen, allerdings nur, weil vor ihr platzierte Bewerber auf einen Sitz im Bundestag verzichtet hatten. 2009 und bei den folgenden Bundestagswahlen trat die Ebelsbacherin als Direktkandidatin im Wahlkreis Bad Kissingen an und wurde jeweils mit großem Vorsprung gewählt. Den Bundestagswahlkreis Bad Kissingen bilden die drei Landkreise Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld. Vor Bär hatte der Münnerstadter Eduard Lintner das Direktmandat im Wahlkreis inne.