Von Anfang an dabei waren "Die Fischis", Familie Fischer. Opa Günther Fischer sagte bei der ersten Olympiade vor drei Jahren spontan zu und die ganze Familie war sofort dabei. Das war auch gestern so. Oma und Opa waren zwar im Urlaub, aber für die beiden Söhne, Schwiegertöchter und Enkel war ihre Teilnahme selbstverständlich.
"Für uns ist es ein schöner Familiensonntag", sagt Stephanie Fischer und "wenn was in Nüdlingen ist, sollte man es auch unterstützen", ergänzt ihre Schwägerin Alexandra.

Das ist auch der Grund, warum die Organisatoren Sebastian Schäfer und Klaus Kleinhenz die Dorfolympiade ins Leben gerufen haben. Die Beteiligung an der Dorfmeisterschaft im Fußball hatte immer mehr nachgelassen. Und: "Wir wollten etwas für alle Nüdlinger machen, für jede Altersklasse, ob sportlich oder nicht", sagt Schäfer. Angesprochen seien nicht nur Vereine, auch Familien, Straßenzüge oder andere Gruppen können teilnehmen. Im Vordergrund steht dabei der Olympische Gedanke, dabei sein ist alles. "Es soll Spaß machen, die Gemeinschaft stärken und fair zu gehen," sagt Schäfer.

Natürlich ist es trotzdem ein Wettbewerb mit zehn Spielen, den "Die Fischis" wie alle anderen gewinnen wollten. "Vorletztes Jahr waren wir gleich zweimal im Stechen mit dem Schützenverein, landeten dann aber auf Platz zwei", erzählt Markus Fischer. Die Denksportaufgabe zu Beginn sei manchmal knifflig - diesmal mussten die Teams ein rohes Ei mit 40 Strohhalmen, Tesafilm und zwei Blatt Papier so verpacken, dass es den Sturz aus drei Metern Höhe heil übersteht -, aber "es gab noch nichts, was nicht zu schaffen ist", weiß sein Bruder Alexander.

Spannende Ergebnisse

Virtuos waren die Ergebnisse der Eiverpackung, die die acht Teilnehmergruppen mit "Die Fischis", Nüdlinger Carnevalsclub (NCC), Kegler, "Ballner & friends", Frauenraum (Damen-Fußballmannschaft), Vickis (Handballteam der DJK), Bros' Kickers (U15) und die Swinging Schnitthappys - der Vorjahressieger - zum Start brachten.

Das Ei der Bros' Kickers hatte gar einen Fallschirm und landete damit sanft drei Meter tiefer am Boden. Schön für Schiedsrichter Klaus Kleinhenz, wenn die Eibrühe gleich nach dem Aufprall herausfloss. Ansonsten musste er nämlich das Ei vorsichtig wieder von der Verpackung befreien, um zu schauen ob es gebrochen war. Und das mit einer Kinderschere für Linkshänder, die Mitorganisator Schäfer versehentlich besorgt hatte.

Zusatzpunkte für Schiedsrichter gab es leider nicht, auch nicht für das Hochheben der kleinen Eva beim Entzünden der Olympischen Flamme oder für das Demonstrieren aller Spiele, vom Bobziehen, Eierlauf, Maßkrugschieben und Strickwettbewerb über Bierkistenrennen, "Ehestandsbewegungen", Kugelwand und Klamottentransport, geschweige denn Einradfahren, das Überraschungsspiel. Blieb ihm nur das Lob der Moderatoren André Iff und Jürgen Ballner.