Egal ob Roman Herzog, Barbara Stamm oder Wolfgang Kubicki: Oerlenbach hatte sie alle. Seit 19 Jahren finden Ende Mai zum Tag des Grundgesetzes die Oerlenbacher Gespräche statt. Diesmal referiert der Tübinger Professor Bernhard Pörksen zum Thema "Medienmacht". Organisiert werden die Gespräche von Gemeinde und Bundespolizei. Ralf Wiegand ist seit 2016 Leiter des Ausbildungszentrums. In dieser Zeit hat er bereits einen rednerischen Hochkaräter miterlebt - und mit einem Aufregerthema abgeschlossen.

Herr Wiegand, was war zuerst da: Das Thema oder der Referent?
Ralf Wiegand: Wir machen uns immer zuerst Gedanken, welcher Referent zur Verfügung steht. Diesmal war es so, dass ich 2017 Teilnehmer einer Führungskräftetagung der Bundespolizeidirektion Stuttgart war, wo Herr Pörksen Referent war. Ich war von seiner Darstellung des Themas in diesem Vortrag so begeistert, dass ich unserem Ersten Bürgermeister Franz Kuhn empfohlen habe, ihn zukünftig für die Oerlenbacher Gespräche zu gewinnen.

Wie lief die Absprache darüber ab, welches Thema er vorbereitet?
Das Thema entsteht mit der Fachgruppe Gesellschaftswissenschaften. Sie macht Vorschläge, die wir dann im Haus abstimmen und der Gemeinde zukommen lassen. Dann schlagen wir das Thema dem Referenten vor, der es für seinen Vortrag noch entsprechend anpasst.