Die Anwesenden wissen nun, was ein Schütze am Schießstand trägt und was der Angler unter seinem Mantel verbirgt.

Heike Beudert, Redakteurin in Münnerstadt, und der stellvertretende Redaktionsleiter Hans-Jürgen Burdack zeigen zu Beginn etwas Lampenfieber, das jedoch bald verflogen ist, denn die Münnerstädter Vereine machen es ihnen leicht durch einen kurzweiligen Abend zu führen.

Nach dem Tanz der Sternchengarde der Kolpingsfamilie, die als Raubkätzchen auf der Bühne ihr Können zeigen, begrüßt Hans-Jürgen Burdack die Gäste und Vereine, die den Abend maßgeblich mitgestalten. Mit diesem Abend soll auch gezeigt werden, wie vielfältig das Vereinsleben in Münnerstadt ist und wie wichtig die Vereine auch in der Berichterstattung der Münnerstädter Zeitung sind. Auch die Saale-Zeitung/Münnerstädter Zeitung stellt sich vor. Die Gäste lernen die Gesichter hinter der Zeitung kennen, die Menschsen, die täglich dafür sorgen, dass es eine Zeitung gibt, die frühmorgens im Briefkasten steckt.

Heike Beudert will von den Gardemädchen noch einiges wissen. Die Mädchen sind im Schnitt zehn Jahre alt. Christina Skuppin und Stefanie Wohlfromm sind ihre Trainerinnen, Julia Hellmig komplettiert jetzt das Trainerteam. Warum seid ihr dabei? "Weil es Spaß macht", antwortet eine der kleinen Raubkatzen. Ab sofort fangen die Mädchen an, das neue Programm einzustudieren.

Für den Kleintierzuchtverein sind Hans Petsch und Sabine Scheuble dabei. Sie bringen zwei Kaninchen mit und berichten über die Zucht. "Das ist kein Pfannenhase", antwortet Petsch auf die Frage von Hans-Jürgen Burdack. Das schwarze Kaninchen auf dem Arm von Sabine Scheuble hat einen schönen weißen Nacken. Die Zucht in der Stadt ist nicht so einfach. "In der Stadt ist es schwer, Kaninchenställe unterzubringen", sagt Hans Petsch.

Die Schützengesellschaft war mit Walter Köth, Dieter Mittel steiner und Roland Dömling vertreten. Letztere kamen mit Schießhose, Jacke, Handschuhen und einer speziellen Brille. 40 Schuss in 75 Minuten sind bei einem Wettkampf schon drin, berichten sie. Dieter Mittelsteiner im roten Anzug gibt zu: "Beim Umziehen schwitzt man mehr als beim Schießen". Der Nachwuchs bei den Schützen ist vor allem beim Bogenschießen sehr aktiv.
Gudrun Schuster stellt den Helferverein Juliusspital vor. Es gibt ihn seit 2003. "Heute haben wir 150 Mitglieder", berichtet Gudrun Schuster. Sie zählt auf, was der Verein schon alles kaufen konnte. Insgesamt 50 000 Euro wurden seit 2003 in das Heim investiert.

Die Redakteure fangen einige Stimmen im Publikum ein. Eugen Albert wünscht sich, dass die Saale-Zeitung in Münnerstadt wieder Münnerstädter Zeitung heißt. Außerdem moniert er, dass es für Bad Brückenau und Hammelburg ein eigenes Buch gibt, Münnerstadt aber hinter die Todesanzeigen und dem Fernsehblatt gestellt wird. Hans-Jürgen Burdack versichert, "Münnerstadt ist wichtig und liegt uns am Herzen". Er erklärt, dass es produktionstechnische Gründe hat, warum Münnerstadt jetzt hinter Hammelburg steht. Die Leser sind der Zeitung wichtig, deshalb gibt es auch eine Redaktion vor Ort, erläutert der stellvertretende Redaktionsleiter. Und diese Redaktion "hat immer ein offenes Ohr für Sie", sagt Burdack.

2. Bürgermeister Norbert Reiter hat die nicht ganz leichte Aufgabe zu erklären, wo er die Stadt in zehn Jahren sieht. Schuldenabbau ist da das erste Ziel. Auch die Attraktivität der Stadt will er steigern. Alexander Subat, Geschäftsführer der KVG Bad Kissingen ist "gar nicht bange". Er sieht wie fest die Menschen hier hinter der Zeitung stehen, das zeige auch gerade geäußerte Kritik.Eine große Herausforderung wird für die Zeitung sein, dass es an jungen Lesern fehle. "Da geht es uns gar nicht so unähnlich wie den Vereinen", sagt er.