Bernsteinfarbene Augen, schwarze, glänzende Nase, Schlappohren, stolz aufgerichtete Rute und dann vor allem dieser Blick - ein typischer Dackelblick eben. Wer das erleben wollte, der war richtig am Klaushof, wo der Landesverband Dachshundeclub Nordbayern im Rahmen der Teckelschau auch eine Zuchtschau ausrichtete. "Eine Zuchtschau, das ist das Mindeste, das muss schon sein, will man vielleicht irgendwann mal mit dem Tier in die Zucht gehen", erklärt Volker Butz aus Bad Kissingen.

"Wir sind Dackelleute, ich bin mit Dackeln groß geworden", sagt der inzwischen 69-Jährige und meint damit die ganze Familie. "Unser erster Dackel hieß damals Peter und den werde ich nie vergessen." Inzwischen hat Butz, wie auch sein Bruder, schon einige Dackelgenerationen gehabt und weil das letzte Tier nicht mehr geworfen hat, hat er sich bei einem befreundeten Züchter ein Jungtier gekauft. "Otschi" ist nun 14 Monate alt und laut Herrchen "ein ganz, ganz lieber Hund. Für den bräuchte ich nicht mal eine Leine", sagt er und erklärt, dass Otschis Vorgänger schon mal zwei Tage im Wald umherstreifte. "Ich brauch den Hund für die Jagd", sagt Volker Butz. "Für mich ist das Tier kein Spielzeug, sondern ein Jagdgehilfe und da sind die Dackel besonders gut geeignet."

Nicht jeder, der zur Teckelschau zum Teil bis aus Coburg oder Nürnberg anreiste, hält sich einen Dackel für Jagdzwecke. Für viele ist das Tier einfach ein treuer, manchmal auch etwas verschmitzter, vierbeiniger Freund, der wegen seiner geringen Größe schon mal im Flieger mit in den Urlaub darf.

Und natürlich will jeder wissen, wie sein Dackel, sein krummbeiniger Freund, bei solch einer Schau abschneidet, ob er überhaupt zur Zucht geeignet, beziehungsweise zugelassen wird.

Von 20 vorgeführten Dackeln gab es mit einem "vorzüglich" gleich sieben Mal die Bestnote, zehn Tiere erhielten ein "sehr gut" und ein Jungtier, das wegen seines Alters noch nicht offiziell bewertet werden durfte, bekam immerhin ein "Vielversprechend".

Schönster Dackel des Tages wurde übrigens mit "Kittners Darling" ein "Einheimischer". Regina Kittner aus Elfershausen hatte mit ihrem Kurzhaardackel das schönste Tier des Tages, und dass "Otschi, der ganz, ganz liebe" natürlich auch die Bestnote "Vorzüglich" bekam, sei nur am Rande erwähnt.