Seit Freitag ist die Ausstellung "Die barrierefreie Gemeinde" im Lichthof des Landratsamts zu sehen. "Barrierefreiheit ist ein wichtiges Thema - und zwar nicht nur angesichts des demographischen Wandels. Wer nur einmal mit einem verletzten Fuß und Gehhilfen unterwegs war, weiß, wie sehr viel schwieriger es schon in dieser Situation sein kann, den Alltag zu bewältigen", erklärte Landrat Thomas Bold als er die Ausstellung besichtigte.
Diese bildet den Anfang einer Reihe
weiterer Veranstaltungen und Fachtage zum Thema Barrierefreiheit, die in diesem und im kommenden Jahr im Landkreis stattfinden werden. Die Ausstellung im Landratsamt geht noch bis zum 27. Juni. Sie ist als Wanderausstellung konzipiert und geht anschließend nach Hammelburg.
Solange man gesund ist, kommt man recht problemlos zum Bäcker, in die Apotheke oder ins Rathaus. Wehe aber, es kommen Kinderwagen, Gehhilfen oder Rollator, vielleicht sogar ein Rollstuhl, dazu. Dann wird es schon schwieriger, die drei Stufen ins Geschäft zu nehmen. Im schlimmsten Fall können sich Menschen dann gar nicht mehr selbst versorgen.


Leitfaden für Gemeinden

Für alle Gemeinden und Städte, die dagegen etwas tun wollen, gibt es den Leitfaden "Die barrierefreie Gemeinde". Entwickelt hat ihn die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr am Beispiel verschiedener Modell-Kommunen, die Barrieren abgebaut haben. Die Stadt Bad Kissingen ist eine davon.
Die Ergebnisse der 16 Modellgemeinden wurden im letzten Jahr ausgewertet und sind in den Leitfaden eingeflossen.