Oerlenbach Seit 13. Juli ist sie bereits gesperrt. Die Bundesstraße 286 zwischen Oerlenbach und der B 19. Auf einer Länge von 950 Metern wird die Fahrbahn voll ausgebaut, bis Dezember soll die eine Millionen Euro teure Maßnahme abgeschlossen sein. Damit kommt es wie in den letzten Jahren wieder zu einer Vollsperrung bis zur Heglerstraße. "Sollte jetzt nicht der Dauerregen einsetzten, sind wir zuversichtlich, dass alles planmäßig abgewickelt werden kann", sagt Rüdiger Köhler vom Staatlichen Bauamt in Schweinfurt. Er ist für die Gebietsabteilung im Landkreis Bad Kissingen zuständig.
Durch die Bauarbeiten kommt es zu mehreren Umleitungen. Von der B 19 beziehungsweise St 2445 werden die Fahrzeuge über Ebenhausen und die KG 3 nach Oerlenbach umgeleitet. Der Verkehr aus Bad Kissingen kommend wird ab der Kreuzung Hauptstraße/Heglerstraße über die KG 3 und Ebenhausen auf die B 19 gelenkt. Wegen der Umleitungen rollt der Schwerlastverkehr auch wieder über Eltingshausen. "Das ist ein großes Problem, denn wer möchte in einer Straße wohnen, in der die Lkw einen Meter vor dem Wohnzimmer vorbei fahren", meint Gerhard Fischer. Er ist zweiter Bürgermeister der Gemeinde Oerlenbach.


Finanzielle Einbußen im Gewerbe

Andreas Kukuk, Sprecher der Bürgerinitiative für eine Umgehungsstraße Eltingshausen, sagt: "Das ist der genaue Grund, wofür wir gekämpft haben." Für ihn sei die Situation zwar nicht so dramatisch, aber doch merkbar. "Sollte der Bau im Dezember zu Ende gehen, lässt es sich erdulden", fügt der BI-Sprecher hinzu.
Auch für die Gewerbetreibenden in Oerlenbach hat die erneute Sperrung der Ortsdurchfahrt negative Folgen. "Sie klagen natürlich über finanzielle Einbußen", weiß Gerhard Fischer.
Als Gemeinde hätte man aber nur sehr wenige Möglichkeiten etwas zu bewegen, da es sich um eine Staatsstraße handelt und hierfür ist der Bund zuständig.
"Wir sind durch die Sperrungen lange genug strapaziert worden", beklagt er. "Die Maßnahme ist sicherlich erforderlich, dennoch ist es mir unverständlich, dass es so viele Bauabschnitte gibt", meint der zweite Bürgermeister, Gerhard Fischer. Im Rahmen der Baumaßnahmen werden, neben dem Ausbau der Fahrbahn, die Kuppen vor der Bahnbrücke um rund 1,6 Meter abgetragen. Damit sollen die Sichtverhältnisse deutlich verbessert werden, um zu einer erhöhten Verkehrssicherheit beizutragen.
Der Wasser- und Umweltschutz soll durch die Erstellung eines Retentionsfilterbeckens aufgewertet werden. Das gesammelte Straßenwasser wird in das Becken eingeleitet, dort wird es gereinigt, bevor es in die Vorfluter abgeschlagen wird. Sandro Wegmann