Es fühlt sich fast wie Fliegen an, die Freiheit scheint grenzenlos zu sein. Aber nicht nur die Motorradfahrer, auch die Fahrradfahrer, unter ihnen viele Kinder, erhielten den Segen. Die Gitarren- und Gesanggruppe Waldfenster umrahmte die Feier mit rhythmischen Liedern.
Wenn das Leben nicht nur in ganz geraden Linien verläuft, kann das seinen Reiz haben. "Das gibt dem Leben seinen Pepp", so Eckert. Im Leben gibt es aber auch unangenehme Schräglagen - wenn man etwa durch einen Schicksalsschlag aus der Bahn geworfen wird.
Eckert appellierte an die Gottesdienstbesucher, tolerant auch mit Andersartigkeit umzugehen und den Mitmenschen immer als einzigartiges Geschöpf Gottes anzusehen. "In Schräglagen ist die Haftung der Reifen wichtig, sonst kann es sehr schnell zu Unfällen kommen" - diese Aussage lasse sich auch über das Leben übertragen. Die Kollekte des Gottesdienstes ging in diesem Jahr an die krebskranken Kinder der Station Regenbogen in Würzburg.
Einer der Biker, Helmut Körner aus Eltingshausen, hat schon an mehreren Motorradgottesdiensten teilgenommen. Er ist begeisterter Biker und fährt im Jahr durchschnittlich rund 5000 Kilometer. "Für mich ist es wichtig, dass man die Frohe Botschaft im Alltag lebt", so Körner. Er ist in seiner Gemeinde Lektor und engagiert sich gerne in der Kirche.
Es gehe nicht darum, die Gottesdienste nur passiv "abzusitzen": Man müsse vielmehr das Evangelium ernst nehmen und es im Alltag umsetzen, meint er. "Für mich ist es wichtig, dass Gott immer bei den Menschen ist - auch beim Motorradfahren", sagt Körner.
Ihm hat es am Motorradgottesdienst aber auch deshalb so gut gefallen, weil er hier Bekannte treffen und sich mit anderen austauschen kann. Helmut Körner will auch beim nächsten Motorradgottesdienst wieder mit dabei sein.
Nach dem Gottesdienst fuhren die Biker noch eine gemeinsame, geführte Tour und ließen den Vormittag auf diese Art und Weise ausklingen.