"Dass man dazugehört", ist für Paula Lauer das Wichtigste an der Erstkommunion. Die junge Oberbacherin hat im vergangenen halben Jahr im Rahmen der Katechese viel über die Gemeinschaft der Christen gelernt.
Passend zum Motto "Brot und Wein" erlebte Paula einen lebendigen Kommunionunterricht: Zusammen haben die elf Kommunikanten die Bibelgeschichte von der wundersamen Brotvermehrung gelesen, die Hostienbäckerei des Karmelitinnenklosters in Rödelmaier besucht und "immer mal gefeiert". Fast zu jeder Unterrichtsstunde gab es etwas zu essen und zu trinken.
So wie Jesus zum Gottesdienst einlädt, luden die Kinder zu einem Faschingsfest ihre Freunde ein und lernten, wie eine Tischgemeinschaft gestaltet werden muss, in der man sich geborgen fühlt. Beim Erstkommuniongottesdienst stellten sie schließlich beim Gabengang Wasser und Weizenkörner auf den Altar, die symbolisieren sollten, was man für die Eucharistie braucht.

Pizza essen mit dem Pfarrer


Scheinbar überall begegnete Paula Essen auf dem Weg der Vorbereitung. Natürlich war es schön, mit Pfarrer Reiner Fries zusammen Pizza zu essen. Und Paula freute sich auch auf das Rahmschnitzel am Tag ihrer Erstkommunion. Doch viel wichtiger war es der Neunjährigen, dass die ganze Familie zusammenkommt: Bei allen Unternehmungen in der Vorbereitungszeit stand der Genuss im Vordergrund, der durch die Gemeinschaft entsteht.
Auch Paulas Mutter Elisabeth hat ihre Form der Gemeinschaft erfahren. Zusammen mit zwei anderen Frauen organisierte und gestaltete sie den Vorbereitungsunterricht. Sie empfand es als zwar "anstrengend, aber auch bereichernd". Gedanken musste sie sich machen und sich informieren, um die Fragen der Kinder beantworten zu können. So wurde der 35-Jährigen "bewusst, um was es geht: um die Gemeinschaft der Eucharistie". Für die Oberbacherin ist es, als ob sie selber "neu zur Erstkommunion gehe". Die Tischgemeinschaft, wie sie Jesus mit seinen Jüngern vorgelebt hatte, sei der Dreh- und Angelpunkt.
Die Einladungen haben Mutter und Tochter selbst gebastelt, ebenso die Kommunionkerze. Als ein Glücksgriff erwies sich das Kommunionkleid, das Paula gleich passte und gefiel. Stress sei nicht aufgekommen, weder bei den Vorbereitungen, noch bei den Extra-Terminen, so Elisabeth Lauer. Frühzeitig habe sie mit Tochter Paula alles abgesprochen und systematisch die To-do-Liste abgehakt, so dass gerade die Woche vor der Erstkommunion sehr harmonisch und entspannt verlief.