Mit Maximilian Hornung stellt sich dem Publikum im Staatsbad einer der "spektakulärsten Jung-Cellisten, den Deutschland seit langem hervorgebracht hat", vor. Unter der Leitung von Chefdirigent Johannes Moesus erklingen Werke von Joseph Martin Kraus, Sulchan Zinzadse, Joseph Haydn, Vaja Azarashvili und Wolfgang Amadeus Mozart.
Die Harmonie zwischen ihm und dem Orchester beim Abschlusskonzert der "Rosetti-Festtage im Ries" 2014 lag förmlich in der Luft.
Maximilian Hornung und das Bayerische Kammerorchester Bad Brückenau mussten nicht lange überlegen und beschlossen spontan, die erfolgreiche Kooperation bei nächster Gelegenheit fortzusetzen. Diese ergab sich bei der Planung der aktuellen Konzertsaison, die unter das Motto "Solitäre" gestellt wurde. Beim Frühlingskonzert des BKO am Samstag, 16. April, kann das Publikum im einzigartigen Ambiente des König Ludwig I.-Saals einen Solisten erleben, den die Musikjournalisten als "Frühvollendeten", einen "Mann der Tiefe" und "Sänger auf dem Cello" bezeichnen.


Dem Intrument verbunden

Maximilian Hornung wuchs in einer Musikerfamilie in Augsburg auf und brach im Alter von 16 Jahren die Schule ab, um sich ganz der Musik zu widmen. Er studierte bei Eldar Issakadze, Thomas Grossenbacher und David Geringas. 2005 gewann er den Deutschen Musikwettbewerb, im Jahr 2007 den ARD-Musikwettbewerb mit dem von ihm gegründeten Tecchler Trio. Mit nur 23 Jahren erspielte er sich eine der exponiertesten Stellen in der Orchesterwelt: Er wurde Solo-Cellist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Die Stelle gab er jedoch nach vier Jahren wieder auf, um sich ganz dem solistischen und kammermusikalischen Schaffen zu widmen.


Bestechende Musikalität

Mit bestechender Musikalität, instinktiver Stilsicherheit und musikalischer Reife erobert er seit zwei Jahren die internationalen Konzertpodien. Dabei helfen ihm die Auszeichnungen wie der "Europäische Nachwuchspreis" 2015 der Europäischen Kulturstiftung oder der begehrte ECHO Klassik-Preis, den er 2011 in der Kategorie "Nachwuchskünstler des Jahres" und 2015 für die "Konzerteinspielung des Jahres" (Dvoraks Cellokonzert mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Sebastian Tewinkel) erhielt.
Mit dem Wunsch, in Bad Brückenau Werke von Joseph Haydn und Vaja Azarashvili spielen zu wollen, gab Maximilian Hornung gewissermaßen jene dramaturgische Linie vor, die BKO-Chefdirigent Johannes Moesus entsprechend fortführte: Die klassische Schiene wurde um die "Proserpina"-Ouvertüre des "fränkischen Mozart" Joseph Martin Kraus und das "Nannerl-Septett" von Wolfgang Amadeus Mozart erweitert; zum neoromantischen Cellokonzert des Georgiers Azarashvili gesellten sich folkloristische Miniaturen seines Landsmanns Sulchan Zinzadse.
Für das Frühlingskonzert gibt es noch einige wenige Restkarten. Sie sind erhältlich in der Geschäftsstelle des BKO. Kontakt: Tel.: 09741/ 938 90 sowie unter www.kammerorchester.de. Das Programm wird am Sonntag, 17. April, bei den Rathauskonzerten in Regensburg wiederholt. Das Gastspiel im dortigen Historischen Reichssaal des Alten Rathauses beginnt ebenfalls um 19.30 Uhr. red