Karl Albert war damals acht Jahre alt, er kann sich aber noch gut an diesen Tag erinnern. "Ich stand mit meinem Vater vor der Scheune, wir hatten schon die Kühe angespannt und wollten zur Ernte fahren. Da sah mein Vater die brennende Maschine."

Fast einen Bauern erfasst

Und er erzählt weiter: "Das Flugzeug raste aus der Richtung Premich her, über die Platte und das Reichsarbeitsdienstlager knapp über den
Häusern auf die obere Trai zu. Dahinter flog eine deutsche Maschine, die auf die amerikanische feuerte. Die bekam dadurch noch einen Schub und flog so knapp übers Dorf. Oben auf der 'neuen Mass' lud der Pramicher Schwarz - so nannten wir ihn - gerade seinen Erntewagen auf, als das Flugzeug auf ihn zuraste. Er konnte gerade noch rechtzeitig vom Wagen herunterspringen, um sich in Sicherheit zu bringen."
Das Flugzeug soll hier noch einmal kurz hochgezogen haben, vielleicht um den armen Landwirt nicht zu verletzen, und schlug anschließend einen brennende Schneise in den Wald. Der wütende Bauer rannte auf den Piloten zu, der sich aus dem Wrack retten konnte, und gab ihm eine kräftige Schelle. Mittlerweile kamen andere hinzu, die den Piloten festnahmen und den Behörden übergaben.

Auf der Suche nach dem Täter

Einige Monate später suchten die Amerikaner den Bauern, der ihren Piloten geschlagen hatte. Aber die Stangenröther hielten dicht, die Amerikaner konnten den Mann nicht ermitteln. Aber zwei andere Stangenröther, die sich vor den Amerikanern versteckt hielten, wurden bei der Suche aufgegriffen und kamen in Kriegsgefangenschaft.