Jetzt haben sie ihre Wünsche für den "neuen Kliegl-Platz" formuliert: Rund 30 Bad Kissinger/-innen haben an der Abschlussveranstaltung des Workshops teilgenommen, um den Vorentwurf der Stadt zu diskutieren. Quartiersmanagerin Sina Bretscher sagt: "Es ist toll, dass sich die Verwaltung erstmals auf diese Form der Bürgerbeteiligung eingelassen hat." Spür- und sichtbar werden wird das unter anderem daran, dass sich in den nächsten Monaten am Kliegl-Platz - Stück für Stück - manches ändern wird, das ihn attraktiver machen soll.

Vorangegangen waren zwei Termine im Februar, bei denen die Bürger geplant hatten. Zum dritten Termin nun stellte Stadtplanerin Christine Schwind einen Vorentwurf mit Varianten vor, der die Bürgerwünsche berücksichtigt hatte. Die Anwesenden konnten ihr Votum dazu aussprechen und so einen mehrheitlich getragenen Wunsch an den Bauausschuss richten. Denn: "Letztendlich entscheidet der Bauausschuss am 19. März über die Planung", sagt Sina Bretscher.

Auch in diesem letzten Bürgerforum zum Kliegl-Platz wurden die Themen Information, Kunst, Geschichte, Grün, Bauliche Maßnahmen, Möblierung und Ausstattung diskutiert. Schwind schlug vor, eine Info stehle über Anton Kliegl an den Zugang zum Platz in der Spitalgasse / Ecke Maxstraße zu stellen. Auch das war gewünscht gewesen, weil insbesondere Gäste nicht wissen, wer Kliegl eigentlich war. Eine zweite Stehle mit Infos über Stadtmauer und Stadt könnte vor der Trafostation in der Spitalgasse stehen.

Erneut mit etwas Fördergeld

Das würde das frühere Pförtlein unterstreichen. Der Vorschlag kam gut an. Besonders gefällt der Quartiersmanagerin, dass die Infostehlen über "LeaderPlus" finanziert werden könnten, was das Budget zur Umgestaltung des Platzes - gerade mal 30 000 Euro - entlasten würde.

Fest steht nun: Der Kliegl-Platz wird zur Maxstraße hin abgegrenzt. Das war von Beginn an gewünscht worden. Die Bürger haben sich für eine 1,4 Meter hohe Hainbuchenhecke entschieden, die laut Plan der Stadt etwa 22 Meter lang und mittig unterbrochen sein könnte. Was allerdings nicht geschehen wird: Der Platz wird nicht geebnet, sondern wird sein leichtes Gefälle behalten. "Alles andere wäre förderschädlich", weiß Bretscher, will heißen, die Stadt müsste bei einer kompletten Veränderung bereits erhaltenes Fördergeld zurückzahlen.
Ausgiebig diskutierte man über die Bäume. Im Ergebnis: Die sechs Bäume, die - mangels Düngung? - schlecht entwickelt sind, werden durch acht neue Kugelahorne ersetzt. Zudem soll es zwei mobile Pflanzgefäße im unteren Teil des Platzes geben.

Der städtische Vorentwurf enthielt zudem, wie von den Bürgern gewünscht, den Ausbau der Treppe zur Weidgasse. Aber der Großteil entschied sich dagegen. Und die drei bestehenden Steinquader, die bisher als Sitzgelegenheit (Höhe Maxstraße) dienten, sollen laut Bürgerwunsch als horizontale Verlängerung der Hecke auf Höhe der Maxstraße dienen. Zusätzliche Holzauflagen sollen den Sitzkomfort beim Brunnen verbessern. Dort wünschen sich die Bürger zudem vier Stühle, eventuell Canapé-Sessel wie im Kurpark, und vier weiße Bänke. Sina Bretscher spricht mit der Staatsbad GmbH darüber. Und vor den Hecken favorisierten die Anwesenden mehr als nur zwei Bänke. Fraglich ist aber, ob das Budget das hergibt. Was in jedem Fall bleibt, ist eine Boulebahn und auch die bestehende gastronomische Außenfläche.

Ort für Flohmärkte?

Bezüglich der Nutzungsvorschläge bot Bretscher an, bei konkreten Eigeninitiativen auch Nutzungsvorschläge von außen aufzugreifen (Rathaus, Tel. 807-4747) und wird Gespräche über Nutzungen auch mit den städtischen Referaten Kultur und Veranstaltungen führen. Sie kann sich hier auch einen gelegentlichen Flohmarkt oder ähnliches vorstellen. Zum Vorschlag der Bürger, die neuen Bäume künftig mit Lichternetzen zur Weihnachtszeit zu versehen, laufen Gespräche, unter anderem mit den Stadtwerken, verrät sie.
Die Ergebnisse aus der Abschlussveranstaltung der Bürgerbeteiligung zum Kliegl-Platz finden Interessierte unter www.badkissingen.de/stadt.