Der Gesetzgeber sei nun gefordert, um im Interesse der Patienten eine notfallmedizinische Versorgung aufrecht erhalten zu können.

Der Notarztdienst sei ein fester Bestandteil der gesamten Gesundheitsvorsorge. Die Zahl der Einsätze sei pro Jahr um 4,5 Prozent auf 387 in 2011 gestiegen.

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) sei aber gezwungen gewesen, eine drastische Kürzung der Honorare zum 1. Oktober zu beschließen. Bold: "Damit ist vorhersehbar, dass in die flächendeckende Versorgung (...) weitere empfindliche Lücken gerissen werden."

Ein Verzicht auf notärztliche Versorgung und Ersatz alleine durch Rettungsdienstpersonal sei jedoch nicht der richtige Weg, schreibt der Landrat. Häufig seien inzwischen keine Notfallmediziner mehr vor Ort ansässig. Auch könnten die Krankenhäuser wegen Personalmangels oft nicht einspringen.

Wenn jetzt noch die Honorare drastisch gesenkt würden, würden Notärzte "den schon jetzt keineswegs adäquat vergüteten Dienst" endgültig aufkündigen.

Er, so Bold weiter, unterstütze die Forderung der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte, die Verhandlungen zwischen der Zentralen Abrechnungsstelle für den Rettungsdienst, den Kostenträgern und der KVB "rasch und kompromissbereit zu intensivieren". Ziel sei es, bald eine tragfähige Lösung für die Finanzierung der in 2010 und 2011 erbrachten Leistungen herbeizuführen.

Bold: "Ich halte es weder für akzeptabel, dass die erbrachten notärztlichen Leistungen nicht erstattet werden, noch dass die zum 1.10. 2012 angedroht Kürzung der (...) keineswegs üppigen Verfügungen (...) erfolgt." Bold fordert abschließend den Innenminister auf, dieses Verlangen zu unterstützen. ed