Nach Pandemie und Rakoczy-light fand das Stadtfest heuer wieder in seinem üblichen Rahmen statt. In Massen drängte es die Menschen in die Stadt, um in ausgelassener Stimmung zu feiern.

Sorgen machte den Besuchern des Rakoczy-Fests im Vorfeld vor allem die Wetterlage. Für den Festauftakt am Freitag meldeten sämtliche Wetter-Portale starken Regen und Gewitter.

Wetterfeste Besucher

Was dann aber tatsächlich vom Himmel kam, stimmte mit den Vorhersagen nicht überein - lediglich ein kurzer Schauer zog am Freitagabend übers Stadtfest. Das schreckte jedoch keinen Besucher ab: Die Innenstadt blieb gut gefüllt. Vor allen 15 Bühnen tummelten sich Menschen - ein ungewohntes Bild nach mehreren Jahren Pandemie. Der Eindruck: Die Leute hatten Festmangel, der am Wochenende nachgeholt werden wollte.

Christian Pörtner, Chef der Bad Kissinger Polizei, zieht eine positive Bilanz vom Festwochenende. "Es gab keine großen Sicherheitsstörungen." Für die Menschenmenge vor Ort seien die Einsätze im Rahmen gewesen. "Die meisten Einsätze ließen sich kommunikativ lösen", sagt er. Gewalt gegen Einsatzkräfte habe es nicht gegeben.

Freitag hatten die Polizisten und Sicherheitskräfte weniger zu tun, als am Samstag. Das erklärt sich Pörtner mit dem kurzen Regenschauer am Abend. "Es gab wenig Vandalismus und wenig Gewalt. Es war alles top." Das lag laut ihm auch an der guten Organisation und der Kooperation aller Beteiligten. "Wir haben an vielen Orten - wie etwa dem Luitpoldpark - Präsenz gezeigt." Er fügt an: Dazu hatten wir Unterstützung aus Hammelburg, Bad Brückenau, von der Autobahnpolizei und von der unterfränkischen Bereitschaftspolizei." Pörtner betont: "Alle Altersschichten haben sich versammelt und friedlich miteinander gefeiert. Ich ziehe eine positive Bilanz."

Die geordneten Verhältnisse kamen bei den Gästen gut an. Ordnung herrschte auch in Sachen Müll. Sowohl die Mülltonnen als auch die Abfalleimer leerten die Angestellten der Stadt regelmäßig. Die Stadt glänzte am Festwochenende. Und: Historische Uniformen und Kostüme würden auch nicht zu Müllbergen im Kurgarten passen.

Wespen allerorten

Dort gaben die Historischen am Sonntagnachmittag ihr Stelldichein für die seit je her beliebte Autogrammstunde - eine Rakoczy-Attraktion seitdem es das Fest gibt. Bei den Temperaturen am Wochenende sicherlich keine entspannte Angelegenheit für die Darsteller in ihren prunkvollen Kostümen. Zumal würdevolles Auftreten und das Abwehren von zahlreichen Wespen nicht miteinander einhergehen.