"Die staatliche Würdigung langjähriger Feuerwehrmänner aus der Stadt und den Stadtteilen ist eine Tradition, die es wert ist, aufrecht erhalten zu werden", betonte Bürgermeister ernst Stross (SPD). "Sie setzen sich für Menschen ein, die Hilfe und Rettung brauchen", sagte er an die zu Ehrenden gerichtet.

"Die Voraussetzungen haben sich geändert. Deshalb verdienen die Aktiven umso mehr beste Ausstattung und intensives Training für ihre Arbeit", unterstrich Stross mit Hinweis auf die Wünsche der Wehren, "die vielleicht nicht immer gleich in Erfüllung gehen können".

Der Bad Kissinger Landrat Thomas Bold (CSU) nannte den Feuerwehrdienst "besonders wichtig, gerade bei einer Stützpunktwehr wie in Hammelburg". Er hob die Ehrenamtlichkeit hervor. "Hauptamtliche Wehren in dieser Zahl wären für Städte und Landkreise gar nicht bezahlbar". Und eine zentrale hauptamtliche Feuerwehr in Bad Kissingen ist für einen Flächenlandkreis nicht machbar. "Wenn die zu einem Brand nach Gauaschach gerufen wird, käme sie wahrscheinlich zu spät", vermutete er.

Neben den Angehörigen und den Arbeitgebern, die in Notsituationen immer wieder Verständnis zeigen, gebühre der Dank auch der Stadt Hammelburg für ihre Investitionen in die Wehren. Sein Lob galt auch der Kreis-Feuerwehrführung unter Kreisbrandrat Benno Metz. Die Einführung der Integrierten Leitstelle ist nach Einschätzung des Landrats "hervorragend gelaufen". Als nächstes Projekt warte die Digitalfunk-Einführung, für die die Voraussetzungen bereits geschaffen seien.

In Anerkennung ihrer Leistungen und ihrer Treue sagte Kreisbrandrat Benno Metz den Feuerwehrdienstleistenden ein "Herzliches Dankeschön".

Gold Für 40 Jahre konnten Alex Brandenstein, Werner Fischer, Winfried Herrlein, Helmut Koch, Otto Schipper und Artur Pfeuffer (Untererthal), Georg Franz und Edgar Rügemer (Morlesau-Ochsenthal) und Eugen Reuter aus Obereschenbach das goldene Feuerwehr-Ehrenkreuz mit Urkunde und einem Weinpräsent der Stadt entgegennehmen.

Silber Ein Vierteljahrhundert freiwilligen Dienst in ihren Wehren können Robert Gerlach (seit 15 Jahren Kommandant der Untererthaler Wehr), Jürgen Swatosch, Andreas Meder, Werner Koch, und Rainer Niebling (alle Untererthal), Martin Hauk (Obereschenbach) und Bernhard Rau (Untereschenbach) vorweisen. Sie erhielten das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen.

Abschied Johannes Brandenstein, Albin Heim und Helmut Oschmann, die - teils nach 45 aktiven Dienstjahren - die Altersgrenze erreicht haben, wurden aus dem aktiven Dienst verabschiedet.