Der neue Wohnmobilstellplatz in Geroda wird nun nach und nach weiter ausgestattet. Bürgermeister Alexander Schneider (FWG) stellte dem Ratsgremium in der jüngsten Sitzung weitere Elemente vor, die im Rahmen des Regionalbudgets noch angeschafft werden könnten. Außerdem wurde eine Stellplatzordnung erlassen. Die Benutzungsgebühr soll auf Vertrauensbasis entrichtet werden. Als Richtwert schlägt die Gemeinde den Wohnmobilisten einen Betrag zwischen fünf und zehn Euro vor. Die Gäste mögen selbst entscheiden, was ihnen der Aufenthalt auf dem neuen Platz wert sei.

Diese Vorgehensweise soll zunächst erprobt werden. Sollte sich zeigen, dass es auf Vertrauens- und Freiwilligenbasis nicht funktioniere, müsse eine andere Regelung erfolgen, so der Bürgermeister. Mit der Stichprobe am vergangenen Wochenende war Schneider allerdings durchaus zufrieden. Er habe die Belegung im Blick gehabt und am Ende waren 70 Euro in der Kasse. "Es passt", so Schneider. Auch die Gebühren für Strom und Wasser seien kostendeckend abgerechnet worden.

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Der Vorschlag, den Platz mit WLAN auszustatten werde allerdings nicht weiter verfolgt, informierte Schneider. Ende des Jahres sei der weitere Mobilfunkausbau angedacht, dann sei WLAN am Wohnmobilstellplatz ohnehin nicht notwendig. "WLAN muss nicht angeboten werden, wenn Empfang da ist." Die Nutzung der Toiletten im Bürgerhaus funktioniere auch gut. Es wurde beschlossen, dass sie von 7 bis 22 Uhr geöffnet sind.

Und auch das Thema Mülltrennung werde gut angenommen. Die Stellplatzordnung beinhaltet außerdem, dass offenes Feuer auf dem Wohnmobilstellplatz nicht erlaubt ist. Grillen und Kochen ist nur auf Gas- und Elektrogrill gestattet. Zudem soll noch eine Informationstafel mit einem netten Willkommensgruß aufgestellt werden, verbunden mit kurzen Informationen zur Umgebung Hinweisen zur Stromnutzung, der Ver- und Entsorgung, den Toiletten und wichtigen Anlaufstellen im Ort wie dem Lebensmittelmarkt, der Tankstelle, Gaststätten und der Autowerkstatt. Ein Angebot hierfür werde bei einem regionalen Anbieter eingeholt.

Derzeit gibt es auf dem Wohnmobilstellplatz vier Stromanschlussmöglichkeiten. Es wurde beschlossen eine weitere Elektrosäule anzuschaffen, so dass acht Stellplätze mit Strom versorgt werden können. Die Kosten für die Erweiterung werden mit 500 Euro beziffert. Auf Vorschlag des Bürgermeisters wird auch eine Hundetoilette für den Wohnmobilstellplatz angeschafft. Sie beinhaltet einen Behälter mit Abfalltüten für die Hinterlassenschaften und einen Abfallbehälter. Zwei weitere Hundetoiletten sollen an den Wanderparkplätzen bei Geroda und Platz aufgestellt werden. Auf dem Wohnmobilstellplatz sollen zwei Sitzgelegenheiten aufgestellt werden. Das Gremium entschied sich für eine Tisch-Bank-Kombination aus Holz. Über den genauen Standort müsse noch entschieden werden.

Weiteren Themen im Gemeinderat

Das Thema Hochwasserschutz und kommunales Stark-Regen-Risikomanagement sei ein Thema, dass über ein Sonderförderprogramm stärker in den Fokus rücke. Der Bürgermeister informierte kurz über eine Informationsveranstaltung der Allianz Kissinger Bogen. Auch die Brückenauer Rhönallianz, zu der der Markt Geroda gehört, werde das Thema weiter verfolgen.  Aus dem Gremium wurde vorgeschlagen, sich mit diversen Alternativen zu befassen, um eine für den Ort passende Lösung zu finden.

Nach Abwägen der derzeit bekannten Vor- und Nachteile beschloss das Gremium für die Kindertagesbetreuungseinrichtung keine Luftfilter anzuschaffen. Als Begründung wurde angeführt, dass es sich um eine vergleichsweise kleine Einrichtung handele und es aus baulicher Sicht genügend Möglichkeiten zum regelmäßigen Lüften gebe. "Solange es keine Pflicht ist, werden wir es nicht beschaffen", fasste das Ortsoberhaupt zusammen.

Vier Varianten für Wasserversorgung

Um die Wasserversorgung des Marktes Geroda zu optimieren wurde eine Studie erstellte, die den Gemeindevertretern, Verwaltungsmitarbeitern und Vertretern des Wasserwirtschaftsamts vom beauftragten Fachbüro vorgestellt wurde. Vier Varianten kommen in Frage, erläuterte der Bürgermeister. Die Reaktivierung der Platzerquellen, zwei Standorte für Tiefenbrunnen oder der Anschluss an Schondra. Um weitere Entscheidungen treffen zu können, warte die Gemeinde welche Empfehlung Seitens des Wasserwirtschaftsamtes ausgesprochen werde.

Die Verkehrsmessung am Platzer Berg in Geroda haben im Juni und Juli einige Verstöße aufdecken können. 30 Stundenkilometer sind erlaubt, der schnellste Verkehrsteilnehmer im Juni war mit 52 Stundenkilometern unterwegs, im Juli waren es 58 Stundenkilometer.

Der Gemeindeanzeiger feiert sein 30-jährige Jubiläum. Es wurde beschlossen dem Redaktionsteam eine Spende in Höhe von 300 Euro als Anerkennung zukommen zu lassen.