Das Kraft- und Ausdauertraining hat sich offenbar bezahlt gemacht: "Einen Tag nach dem Lauf
fühlte ich mich muskulär gut", sagt Christoph Schönau. Für ihn bedeutet das, dass er sich für den Braveheart Battle bestens vorbereitet hatte. "Man könnte meinen, dass meine Kniescheiben in mehrere Teile gebrochen sind - das sind allerdings die Nachwehen vom Kriechen und Krabbeln."
Ganz ohne Blessuren ist Schönau aber dennoch nicht davongekommen: Einige Krämpfe, Zerrungen und Prellungen musste er ertragen. Gerade im Schlamm seien die Krämpfe "brutal" gewesen. Doch der Stolz und die Freude, es geschafft zu haben, überwiegen. "Verglichen mit meinem Neuseeland-Marathon war es um einiges härter", erklärt Schönau.
Bei der Teilnahme ging es ihm um die Grenzerfahrung: "An die körperlichen Leistungsgrenzen konnte man auf alle Fälle kommen." Dafür sorgten die vielen Hindernisse, die es auf der 26 Kilometer langen Strecke zu überwinden galt. Eine besondere Herausforderung für die Teilnehmer war dabei auch immer wieder das kalte Wasser.
"Viele Menschen wissen gar nicht, was in ihnen steckt und wozu sie in der Lage sind. Manche durften vielleicht im Grundwehrdienst mal unfreiwillig Grenzerfahrungen machen, waren aber im Nachhinein sehr stolz auf sich - und das war dann auch gut so", meint Schönau. Daher findet er die Aussetzung der Wehrpflicht "sehr schade". Denn junge Männer haben psychisch und physisch Dinge bewältigen müssen, denen sie sonst immer aus dem Weg gegangen wären. Schönau erklärt: "Es ist oft gut, wenn man irgendwo hineingestupst wird und es keinen Ausweg gibt, denn die meisten Menschen gehen immer den Weg des geringsten Widerstands."
Diese Erfahrung und das Gemeinschaftserlebnis beim Braveheart Battle werden ihn noch lange begleiten. Der Lehrer der Hammelburger Mittelschule fügt hinzu: "Außerdem kann ich zumindest beim Sportunterricht meinen Schülern immer sagen: Da, wo du hin willst, da komme ich her." Denn Schönau ist es auch i immer wieder ein Anliegen, Jugendliche zu mehr Bewegung zu motivieren.






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