"Wir sind voll." Joachim von Hippel vom PAS-Team kann zufrieden sein und ist es auch. Alle, die sich jetzt anmelden, kommen auf die Nachrückerliste. Was im Jahr 2010 relativ klein begonnen hat, ist inzwischen zu einer absoluten Ausnahmeveranstaltung geworden, die vor allem bei den Medien auf riesiges Interesse stößt.

Sämtliche großen Zeitungen und Fernsehanstalten haben berichtet, oder tun dies noch. "Und immer fällt der Name Münnerstadt", sagt Joachim von Hippel. Was die Großen können, müsste doch auch den Kleinen gefallen, hat er sich gedacht. Am Samstag, 28. September, findet das erste "BraveheartBattle Junior" statt.

Jedes Jahr hat er bisher eins drauf gelegt, die Strecke schwieriger gestaltet und noch mehr Läufer angelockt. Für die fünfte Auflage im nächsten Jahr hatte er eigentlich angekündigt, den Streckenverlauf nicht mehr zu verändern, also schwieriger zu gestalten. Im Großen und Ganzen wird er sich auch daran halten, aber da gibt es so einen extremen Steilhang, der ihm gar zu gut gefällt. Vielleicht wird er sich doch noch eine dieser Gemeinheiten ausdenken, für die er bei den Läufern kurioserweise so beliebt ist.

Läufer von Falkland-Inseln

Ein neues System ermöglicht es den Veranstaltern, sofort zu sehen, woher die Anmeldungen kommen. Das gab es so manche Überraschung. Erstmals sind Läufer von den Falkland-Inseln dabei, die vor Argentinien liegen, aber zum Vereinigten Königreich gehören. Aus Argentinien kommen aber auch angehende Bravehearts, ebenso aus Brasilien, Chile, Mexiko, den USA, Israel, Portugal, Spanien, Italien, Belgien, Niederlande und Luxemburg. "Und ganz viele aus Österreich und der Schweiz", sagt der Veranstalter. Die deutschen Läufer sind aber noch in der Mehrheit.

Das BraveheartBattle 2014 wird so ganz nebenbei zu einem kleinen Familientreffen. Joachim von Hippel erzählt von einem deutschstämmigen Brasilianer, dessen Sohn in Deutschland studiert. Der Vater hat beide für das Battle angemeldet, ein Wiedersehen unter Extrembedingungen.

Keine Aufstockung

Wenn das Interesse so groß ist, dann liegt es doch nahe, die Teilnehmerzahl zu erhöhen. Das lehnt Joachim von Hippel aber kategorisch ab und nennt zwei Gründe dafür: "Es soll ein familiärer Lauf bleiben." Und: "Noch mehr Läufer würden den Exitus für Münnerstadt bedeuten, das schafft die Stadt nicht mehr", meint er besonders auch im Hinblick auf das alljährliche Verkehr- und Parkchaos. Es bleibt bei 3000 Startern. Bei etwa 70 Prozent der Bravehearts (die meisten sind Wiederholungstäter) handelt es sich inzwischen um durchtrainierte Läufer, die sich richtig auf den Lauf vorbereiten, weiß der Veranstalter. Ebenfalls 70 Prozent starten in Gruppen. Dabei sein wird im nächsten Jahr übrigens auch wieder das Promi-Team.

BraveheartBattle für Junioren

Zunächst steht aber am Samstag, 28. September, erst einmal das erste BraveheartBattle Junior an. Dabei geht es bei weitem nicht so extrem zu, wie bei den Großen. Gestartet wird am Marktplatz, ein großer Teil der Strecke führt über befestigte Wege. Trotzdem wird dem Nachwuchs im Alter von neun bis 16 Jahren einiges abverlangt. Informationen dazu gibt es unter www.braveheartbattle-junior.de.

Bei all den Aktivitäten in Münnerstadt würde Joachim von Hippel gerne in die Altstadt ziehen. Er hat eine Wohnung gesucht und Räume für seine Agentur. Aber: "Bei den horrenden Mietpreisvorstellungen ist das leider nicht durchführbar."

Auch wenn das letzte BraveheartBattle schon rund 100 Tage zurückliegt, so ist das Besondere an diesem Extremlauf auch jetzt Thema verschiedener Reportagen im Fernsehen. Nach "Welt der Wunder" auf RTL II strahlt VOX am 13. Juli, ab 20.15 Uhr bei Spiegel TV einen Mammut- Beitrag unter dem Titel "Grenzgänger - die Sucht nach Adrenalin " aus. Bestandteil der Sendung ist das BraveheartBattle in Münnerstadt. Ein Kamera-Team hat den Sänger Oli P. auf seinem Weg durch Wasser, Schlamm und Feuer begleitet. Bei der Ankündigung auf der Internet-Seite des Privatsenders wurde das Battle zwar versehentlich in den Schwarzwald verlegt, aber das lässt sich ja noch ändern.