In der kommenden Woche wird sich nun Doris Hupfer von der Unteren Naturschutzbehörde in Bad Kissingen vor Ort ein Bild von der Lage machen.

Laut Meinung einiger Gemeinderäte bedrohe der Biber die alte Eckartser Quelle, die ebenfalls im Krechenbach-Tal liegt und zur Zeit nur den Dorfbrunnen speist. Eckarts sei zwar an die Trinkwasser-Versorgung der Stadt Bad Brückenau angeschlossen, trotzdem will die Gemeinde die Quelle "jederzeit anzapfen können", sagte Friedrich. Dazu müsse die Zufahrt gewährleistet sein. Wenn der Biber aber weiter baue, drohe die Gefahr, dass das gesamt Gelände versumpfe.

Situation vor Ort bewerten

Der Biber und seine Bauten sind gesetzlich geschützt. Nur in Ausnahmefällen dürfen die Tiere eingefangen oder sogar getötet und ihre Bauten zerstört werden. "Bei den Fällen, die in der Ausnahme-Regelung erfasst sind, ist der Schutz von Quellen nicht mit dabei", schätzt Hupfer vorsichtig ein. Da gehe es vor allem um Situationen, in denen der Biber eine akute Bedrohung darstellt. Die Entscheidung, wie es am Krechenbach weitergeht, könne erst nach dem Ortstermin fallen.

Robert Hildmann, Leiter der Kurgärtnerei und Beauftragter für Biber-Fragen in Eckarts, hatte am Wochenende dafür plädiert, die Aktivitäten des Bibers weiter zu beobachten. Im Moment sehe er allerdings keine akute Gefahr.