Die Quelle speist zwar nur noch den Dorfbrunnen, denn Eckarts ist längst an das Trinkwasser-Netz von Bad Brückenau angeschlossen. Trotzdem sorgen sich einige Gemeinderäte, allen voran Martin Stoeck.

Er befürchtet, dass die Quelle Schaden nehmen könnte - wenn der Krechenbach durch den Damm-Bau seinen Lauf verändert und die verschlossene Quelle umspült.
"Momentan droht keine Gefahr", sagt Robert Hildmann, Leiter der Kurgärtnerei des Staatsbades und der Beauftragte für Biber-Fragen im Ort. "Man sollte das aber beobachten."

Burg schleifen ist nicht so einfach
Hildmann steht auf einem Waldweg und blickt über das Tal, in dem sich der Bach idyllisch in Richtung Eckarts schlängelt. Der Damm, den der Biber gebaut hat, ist nur einige hundert Meter von der Quelle entfernt. Eine Überflutung der verschlossenen Anlage hält Hildmann dennoch für unwahrscheinlich. "Dazu ist ist es zu wenig Wasser." Und die Wiese, an der die Quelle liegt, sei ohnehin feucht. Auch eine Flutwelle im Fall eines Damm-Bruchs scheint eine ziemlich waghalsige Vorstellung zu sein. Aus der Nähe betrachtet wirkt der Bau noch ziemlich klein. "Ich denke, dass hier nur ein Randgebiet eines Biber-Re iers in Hessen ist", schätzt Hildmann die Lage ein.

Bürgermeister Wilhelm Friedrich (CSU) stellte bereits im Gemeinderat klar, dass er kein Freund des Bibers ist. Es war sogar die Rede davon, die Burg zu schleifen. Doch das ist nicht so einfach. In Ausnahmefällen sei das zwar möglich, erklärt Hildmann, aber dafür müsse es schon triftige Gründe geben. "So ein Grund wäre zum Beispiel, wenn ein Biber in einer Kläranlage baut." Ob der Damm am Krechenbach solch eine Maßnahme rechtfertige, erscheint fraglich.

Franz Zang vom Bund Naturschutz bezieht Stellung: "Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist der Biber streng geschützt. Es ist verboten, ihm nachzustellen, ihn zu fangen, zu verletzen oder zu töten." Und das gelte auch für seine Dämme und Burgen.