Die größten Gewinne bei der Bezirkswahl im Stimmkreis Bad Kissingen verbuchten die Grünen und die AfD. Die Grünen verbesserten sich bei den Zweitstimmen auf 11,1 Prozent und wurden zweitstärkste Kraft, die AfD folgt dahinter mit 10,2 Prozent. Die Freien Wähler halten ihren Wert stabil bei annähernd zehn Prozent. Die Sozialdemokraten holten zwar ein verbessertes Erststimmen-Resultat, bei den Zweitstimmen stürzten sie jedoch von 14 auf 7,1 Prozent ab. Die FDP legte leicht zu und kommt auf 3,6 Prozent.

Patrick Geßner (AfD) hat sich ein besseres Resultat erhofft, ist aber grundsätzlich zufrieden. "Dafür dass wir zum ersten Mal angetreten sind, ist das ein ordentliches Ergebnis", sagt er. Das gilt auch für Dominik Sitter (FW) "Vor allem dafür, dass ich das erste Mal angetreten bin und wir jetzt nicht so einen intensiven Wahlkampf geführt haben." Tobias Schneider kann sich zwar über sein persönliches Ergebnis freuen, das angesichts des "miserablen Ergebnisses" der SPD aber nicht weiter ins Gewicht falle. "Die SPD muss alles auf den Prüfstand stellen und die Ärmel hochkrempeln", sagt er dennoch kämpferisch.

Die Bad Kissinger Direktkandidatin der Grünen, Irina Hönig, rechnet sich Chancen aus, über die Liste in den Bezirkstag in Würzburg einzuziehen. Dafür braucht sie unterfrankenweit möglichst viele Zweitstimmen. In Würzburg ist ihr das gelungen: Dort hat sie das zweitbeste Ergebnis auf der Liste der Grünen geholt. "Im Moment ist noch alles offen. Ich kann nur warten", berichtet sie am Montagnachmittag. Welche Kandidaten über die Liste einziehen, soll voraussichtlich am Dienstag feststehen, heißt es vom Bezirk. Die Auszählung der Stimmen habe sich teilweise verzögert.